Pilotprojekt in Ardagger: „Vorausdenken ist wichtig“

Erstellt am 22. Juni 2022 | 04:42
Lesezeit: 2 Min
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Das Projekt „Community Nursing“ ist mit Juni in Ardagger gestartet (von links): Bürgermeister Hannes Pressl, Community Nurse Kerstin Kneissl und ihre Kollegin Susanna Hackl, Gemeinderätin Michaela Salzmann Naderer, die das Projekt vor Ort begleitet, und Projektleiter Reinhold Medicus von der Diakonie. Foto: Gemeinde
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„Community nurses“ helfen Menschen, sich auf Leben im höheren Alter vorzubereiten.
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Das Projekt „Commnunity Nursing“ ist im Bezirk angekommen. Die Gemeinde Ardagger arbeitet dabei mit dem Diakoniewerk zusammen. Diesem wurden vom Bund insgesamt sieben Pilotregionen in vier Bundesländern genehmigt.

Schon am 1. Juni hat Diplomkrankenpflegerin Kerstin Kneissl in Ardagger ihren Dienst angetreten, ihre Kollegin Susanna Hackl wird im Oktober dazustoßen. „Aufgabe der Community Nurses wird es sein, in der Gemeinde ältere Menschen auf ein selbstbestimmtes Leben im höheren Alter vorzubreiten. Sie denken mit ihnen Möglichkeiten und Wege voraus – von der barrierefreien Wohnung über die rechtzeitige Organisation einer Pflegekraft bis hin zum Pflegeplatz, wenn es nicht mehr anders geht“, sagt Bürgermeister Hannes Pressl.

Reinhold Medicus, bei der Diakonie zuständig für das Projekt „Community Nursing“, betont, dass das „Vorausdenken wichtig ist. Wir wollen älteren Menschen helfen, selbst rechtzeitig die notwendigen Schritte zu setzen, damit nicht plötzlich der Hut brennt. Es geht darum, sie ohne Druck und mit Gespür zu beraten“.

Kerstin Kneissl freut sich auf die neue Herausforderung. „Ich finde es gut, dass sich Krankenschwestern in die Entwicklung des Projekts einbringen können und ich freue mich, darauf, einmal nicht am Krankenbett zu arbeiten und mehr Zeit für die Klienten zu haben.“

In den nächsten Wochen und Monaten werden die beiden „Gemeindeschwestern“ in Ardagger mit allen Menschen ab 75 von sich aus Kontakt aufnehmen. Sie stehen natürlich aber auch allen anderen Senioren und Seniorinnen gerne zur Verfügung, die fachliche Fragen rund ums Älterwerden haben.

Die Community Nurses werden aber auch für pflegende Angehörige da sein. „Denn diese leisten in vielen Familien Großartiges bei der Altenpflege, stehen aber auch enorm unter Druck und brauchen einfach jemanden, der sie unterstützt“, sagt Pressl.

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