Frequenz in Amstettner Sozialmarkt steigt

Erstellt am 05. Februar 2022 | 05:20
Lesezeit: 3 Min
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Ursula Oswald (soogut-Öffentlichkeitssprecherin), Sonja Hammerlindl (ehrenamtliche Mitarbeiterin) und Yurdagül Sahin (Marktleiterin) würden sich über vermehrte Warenspenden in den Bereichen langhaltender Nahrungs-mittel sowie Hygiene- und Kosmetikprodukte (siehe Infobox) sehr freuen.
Foto: Schleifer-Höderl
Durch die Pandemie ist die Zahl der Einkäufe im soogut-Sozialmarkt Amstetten im Vorjahr angestiegen.
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Dienstagvormittag, 11 Uhr und im soogut-Amstetten ist viel los. Marktleiterin Yurdagül Sahin und ihr Team haben alle Hände voll zu tun, müssen doch alle Warenspenden, die am Morgen angeliefert wurden, eingeräumt werden. Eigentlich ist man eine Stunde nach der Marktöffnung schon wieder am Nachschlichten. An der Kassa bildet sich bereits eine Schlange und da wartet auch noch ein Herr, der sich einen Einkaufspass lösen möchte. „So ist es bei uns an jedem Öffnungstag“, erklärt Yurdagül Sahin. „Ohne unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter wäre das Ganze nicht zu stemmen.“ Fünfzig sind es wegen bei sechs Öffnungstagen und Corona ist es für die Marktleiterin nicht einfach, täglich ausreichend Personal zur Verfügung zu haben.

Doch trotz aller Widrigkeiten wurden im vergangenen Jahr knapp über 26.000 Einkäufe im soogut-Amstetten getätigt – um rund 300 mehr als 2020. 5.700 Mitmenschen wurden mit lebensnotwendigen Produkten versorgt.

Zum früheren Kundenstamm sind auch Personen dazugekommen, die durch Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Auffallend ist das veränderte Kaufverhalten der Kunden. „Die Produkte werden wohl überlegt ausgewählt. Da wandert kein Stück oder Kilogramm zu viel in den Einkaufswagen. Aber das ist klar, denn die Leute müssen aufgrund der ständig steigenden Lebenserhaltungskosten sparsam haushalten und können sich daher auch weniger leisten“, sagt Yurdagül Sahin. „Wir rechnen damit, dass sich die Situation im heurigen Jahr diesbezüglich noch verschärfen wird.“

Der Restaurantbetrieb des soogut-Sozialmarktes war 2021 beinahe ein halbes Jahr lang geschlossen. Take Away Menüs wurden nur in kleinen Mengen in Anspruch genommen. „Wir schließen daraus, dass das Restaurant für Menschen ein Ort der Begegnung ist und das gemeinsame Essen in Gesellschaft für sie von großer Bedeutung ist“, meint Yurdagül Sahin. „Ich hoffe, die Situation ändert sich bald, ein wenig steigt die Frequenz im Restaurant auch schon wieder. Mit der 2G-Regel ist das ja auch möglich.“ Die Marktleiterin plant im heurigen Jahr außerdem, sobald es die Corona-Bestimmungen zulassen, regelmäßig stattfindende Flohmärkte. „Bei Schönwetter auf unserem Parkplatz und ansonsten drinnen im Markt. Die Flohmärkte wurden immer sehr gut angenommen. Wir wollen damit auch in Zukunft ein soziales Miteinander fördern und ermöglichen. Durch die Pandemie hat dieses Miteinander nämlich nochmals eine neue Dimension erlangt.“

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