„Stellen Kollmitzberger Kirtag neu auf“. Corona-Maßnahmen werden an Intensivbettenbelegung geknüpft. Für die Veranstalter des Kollmitzberger Kirtags macht das die Planung nicht einfacher.

Von Hermann Knapp und Katharina Kreisa. Erstellt am 15. September 2021 (05:48)
3G-Kontrolle
Ohne Kontrolle geht bei Events in der Region gar nichts. Beim „Fest der Gaukler“ am Wochenende in der Waidhofner Innenstadt wurden die Besucher nach Nachweis der 3Gs mit einem Band versehen.
Hochpöchler

Corona macht es den Veranstaltern großer Events auch diesen Herbst nicht einfach. „Festzelte und Musik wird es heuer beim Kollmitzberger Kirtag nicht geben, das ist fix“, sagt Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl. Angesichts der steigenden Infektionszahl und der angekündigten Einschränkungen haben Gemeinde und Vereine beschlossen, beim traditionellen Großevent in der Region, das am 25. und 26. September über die Bühne gehen soll, Speisen nur im Take Away anzubieten.

In welcher Form ist noch unklar. „Vermutlich wird das eher auf Fingerfood-Basis sein, eventuell wird es Burger geben. Das Problem ist, dass ja am 17. September noch eine neue Corona-Regelung kommen soll und das macht es schwierig für uns, denn wir müssen ja rechtzeitig bestellen, um auch den Bäckern und den anderen Lieferanten genügend Zeit für die Vorbereitung zu geben“, sagt Gastwirt Werner Grünberger. „Wir werden einfach das Beste daraus machen!“, verspricht er.

"Ungewisse Situation drückt auf die Motivation"

Von den Belegzahlen der Intensivstationen abhängig zu sein, macht die Organisation des Kollmitzberger Kirtags bis zu einem gewissen Grad zum Lotteriespiel. „Solange die 3G-Regel gilt, ist alles gut, wenn wir in Richtung 2G kommen, dann müssen wir auf jeden Fall mit weniger Besuchern rechnen – aber auch mit weniger Helfern, denn da gibt es ja ebenfalls Leute, die aus verschiedenen Gründen nicht geimpft sind. Zudem drückt die ungewisse Situation natürlich auch auf die Motivation“, sagt Pressl. „Im Grund stellen wir heuer den Kirtag ganz neu auf.“ Sitzmöglichkeiten, wo die Leute zum Beispiel ihr Schnitzerlsemmerl verzehren können, soll es auf alle Fälle geben – allerdings im Freien und damit ist man natürlich noch mehr auf gutes Wetter angewiesen als in früheren Jahren.

Bei den Standlern ist der Wille, zum Kirtag zu kommen, ungebrochen. „Da haben wir mehr Anmeldungen denn je, rund 300 werden es sein“, berichtet Pressl. Auch den Vergnügungspark wird es aufgrund der Corona-Regelungen maximal in eingeschränkter Form geben. „Denn da sind die Eintrittskontrollen noch schwieriger zu handeln.“ Grundsätzlich wird man das Kirtagsgelände nur durch gekennzeichnete Eingänge betreten können und nach der Corona-Kontrolle ein Band bekommen, das diese nachweist. „Der Kirtag wird heuer eher ein Jahrmarktspaziergang sein. Bier, Hendl, Musik in gewohnter Form wird es nicht geben - und kein Abend- und Nachtveranstaltungen. Trotzdem rechne ich bei schönem Wetter mit vielen Gästen, weil die Leute ja hinaus wollen“, sagt der Bürgermeister.

Landjugend Weistrach feierte - mit strengen Kontrollen

Gerade noch rechtzeitig, bevor schärfere Regeln in Kraft treten, feierte am vergangenen Wochenende die Landjugend Weistrach ihr 70-jähriges Bestehen mit der Premiere des Festes „Neonflash“. Das stand natürlich noch im Zeichen der 3G-Regelung. Tests oder Impfungen wurden von Securityleuten beim Eingang kontrolliert.

Zusätzlich gab es eine QR-Code-Registrierung. Mit dieser konnte der Eintreffzeitpunkt festgestellt werden, sowie die Abfahrtszeit. Auf die Einhaltung der Abstandsregeln wurde von der Landjugend immer wieder hingewiesen. Die Teilnehmerzahl war allerdings nicht begrenzt, da die aktuellen Maßnahmen keine Limitierung vorsehen.

Umfrage beendet

  • Sind die neuen Corona-Maßnahmen gerechtfertigt?