1.004 Infizierte an einem Tag im Bezirk Amstetten

Erstellt am 09. März 2022 | 11:37
Lesezeit: 3 Min
Coronavirus Omikron Symbolbild
Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Arif biswas
Die Omikron-Variante des Coronavirus lässt auch die Infektionszahlen im Bezirk in Rekordhöhe schnellen. "Allein von Dienstschluss am Montagabend bis Dienstschluss am Dienstabend haben wir 1.004 neue Infektionen gemeldet bekommen und abgearbeitet", berichtet Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer. Die 7-Tage-Inzidenz im Bezirk liegt bei 3.642,6. Das ist der zweithöchste Wert nach dem Bezirk Scheibbs der mit 4.231,7 eine neuen Rekord aufstellt. Der Bezirk Melk rangiert mit 3582,2 knapp an dritter Stelle.
Werbung
Anzeige

Die Behörde kann die große Zahl an nötigen Bescheiden kaum noch stemmen, zumal auch dort immer wieder Mitarbeiter durch Corona ausfallen, die sich in ihren Familien anstecken. Die Infektion verbreitet sich derzeit über Kindergärten und Schulen besonders massiv. "Die Tendenz ist eher noch steigend", sagt die Bezirkshauptfrau und befürchtet, dass das aufgrund der Aufhebung des Großteils der Corona-Regeln auch in den nächsten zwei bis drei Wochen so bleiben wird. "Heute früh haben wir schon wieder 368 neue Infektionen gemeldet bekommen."

Gerersdorfer beklagt, dass ihre Mitarbeiter zunehmend dem Unmut der Betroffenen ausgesetzt sind. Aufgrund der hohen Zahl an Anrufern ist die Telefonanlage der Behörde immer wieder überlastet. "Das verursacht natürlich Ärger, aber meine Leute können auch nur ein Gespräch nach dem anderen führen." Es gibt auch immer wieder Personen, die sich freitesten lassen wollen, dann aber doch noch einen zu niedrigen CT-Wert haben. Sie müssen natürlich in Quarantäne bleiben und sind darüber oft sehr ungehalten, weil es ihnen zu lange dauert.

Übrigens: Wer sich freitesten lässt, dabei aber wieder ein positives Ergebnis abliefert, der muss dann auf jeden Fall die zehn Tage Quarantäne zu Hause absitzen. Wer sich danach noch immer krank fühlt, sollte auf jeden Fall erneut testen gehen.

Im Landesklinikum Amstetten werden derzeit 32 Personen mit Corona-Infektion behandelt, zwei davon intensivmedizinisch. Das Landesklinikum Waidhofen an der Ybbs meldet 13 Patienten mit Corona-Infektion. 

Trotz der hohen Infektionsrate wird übrigens die Impfpflicht ausgesetzt. Das hat die Regierung am Mittwoch im Ministerrat entschieden. Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) erklärte, dass sie bei der vorherrschenden Omikron-Variante „nicht verhältnismäßig“ sei. In drei Monaten soll neu entschieden werden.

Werbung