32.540 Tests im Bezirk Amstetten: 82 waren positiv. Beteiligung war laut Behörde mit 28 Prozent am geringsten in NÖ, Zahl der positiven Antigentests aber am höchsten.

Von Hermann Knapp und Peter Führer. Erstellt am 16. Dezember 2020 (05:46)
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In der Stadt Amstetten war man mit der Beteiligung an den Massentests zufrieden (von links): Bürgermeister Christian Haberhauer, Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder und Stadträtin Beate Hochstrasser, bedanken sich bei für die Mitarbeit bei den Massentestungen bei Beatrix Lehner, Franz Blumauer, Einsatzleiter des Roten Kreuzes und den Mitarbeitern des Roten Kreuzes.
Stadt Amstetten

32.540 Bürger nahmen am Wochenende im Bezirk an den Antigen-Massentests teil. 82 davon wurden positiv auf Covid-19 getestet. Zum Test angemeldet hatten sich 35.292 Menschen. 82 weitere Tests waren ungültig. Die 82 positiv Getesteten wurden von der Behörde zu einem PCR-Test geschickt. Am Montag lagen da 20 Testergebnisse vor. 16 davon waren positiv, vier negativ.

Was für Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer völlig unverständlich ist, ist, dass Personen mit Symptomen zu dem Massentest gingen. „Denn es wurde ja überall klar kommuniziert, dass diese nur für Bürger gedacht sind, die sich gesund fühlen. Wir hatten aber gleich am ersten Tag 18 antigen-positive Personen, die dann im Telefonat angaben, dass sie sich ohnehin krank fühlen. Sie haben damit ja andere Teilnehmer an dem Massentest und auch das Testpersonal gefährdet“, ärgert sich die Behördenleiterin.

Der Bezirk Amstetten liegt laut Gerersdorfer bei der Zahl der Teilnehmer mit 28 Prozent in NÖ an letzter, bei den aufgetreten positiven Fällen aber an erster Stelle. „Ja, es hätten mehr Teilnehmer sein können. Wir in Euratsfeld liegen aber mit zwischen 35 und 40 Prozent Beteiligung nicht schlecht. Dass alle gut zusammengearbeitet haben, etwa unser Gemeindearzt oder auch die Feuerwehr hat sicher beigetragen, dass sich viele für eine Teilnahme entschieden haben“, analysiert Euratsfelds Bürgermeister Johann Weingartner. Testen ließen sich in der Gemeinde 1.009 Personen, zwei erhielten ein positives Ergebnis.

18 positive Ergebnisse in der Bezirkshauptstadt

In Amstetten gingen laut Stadtamt 6.726 Bürger zum Test. Davon erhielten 6.696 ein negatives Ergebnis. 12 Tests brachten ein ungültiges Ergebnis. 18 Personen wurden positiv auf Covid-19 getestet. Die älteste Person, die sich testen ließ, war 100 Jahre und zwei Monate alt.

Auch Bürgermeister Christian Haberhauer ließ sich testen, mit mit negativem Ergebnis. Der Stadtchef geht davon aus, dass, wenn man die im Vorfeld getesteten Pädagogen, Polizisten und auch die Mitarbeiter in den Krankenhäusern und Pflegeanstalten hinzurechnet, rund 40 Prozent der Amstettner aktuell getestet wurden.

An den Testorten in der Mittelschule Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth und im Kindergarten Greinsfurth waren je zwei Teststraßen aufgebaut, in der Eishalle waren es insgesamt zehn. Die Tests selbst sind problemlos abgelaufen. „Ich danke allen beteiligten Organisationen und den freiwilligen Helfern, dass es uns durch perfektes Zusammenwirken gelungen ist, die Aktion erfolgreich abzuwickeln“, sagt der Stadtchef. Besonders dankt er aber natürlich allen, die sich testen ließen, und ruft die Bevölkerung auch weiterhin zur Vorsicht auf: „Beachten wir die Richtlinien und geben wir aufeinander acht.“

Zu beobachten war im gesamten Bezirk, dass sich Jüngere seltener testen ließen. „Es hat zwar auch Junge und junge Familien gegeben, aber diesen Trend kann ich bestätigen“, erklärt Euratsfelds Ortschef Weingartner. Dass die Einladungen vor allem von den mittleren und älteren Jahrgängen angenommen wurden, vermeldet auch Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl.

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