Einige Schulklassen im Bezirk Amstetten in Quarantäne. Lockdown hat zwar im Bezirk Zahl der Infektionen gesenkt, landesweit gesehen ist sie aber mit fast 70 Fällen täglich noch hoch.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 16. Dezember 2020 (04:00)
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Der Bezirk bleibt coronamäßig der Hotspot in Niederösterreich. Noch immer werden täglich zwischen 65 und 70 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Mit Stand Montag waren 723 Personen infiziert und rund 1.800 Menschen abgesondert. „Wir müssen noch die Entwicklung der nächsten Tage abwarten, mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass die Kontakte seit Ende des Lockdowns wieder mehr geworden sind und daher auch die Zahl der Absonderungen steigt“, erklärt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer.

Der Bezirk führt landesweit die Statistik der 7-Tage-Inzidenz (Zahl der Infektionen in den letzten sieben Tagen) mit einem Wert von 379,3 an, gefolgt vom Bezirk Gmünd mit 306,4.

Trotz Testung der Lehrkräfte gibt es im Bezirk auch schon wieder mehrere Schulen, aus denen Coronafälle gemeldet werden. „In der Volksschule Öhling musste eine Klasse in Quarantäne geschickt werden, weil eine Lehrkraft positiv auf Corona getestet wurde“, berichtet etwa Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer.

Ob Kinder in Quarantäne müssen hängt vom Alter ab und und wie nahe sie Kontakt mit ihren Lehrern hatten. „Eigentlich sind die Pädagogen ja angewiesen Frontalunterricht zu machen, um den nötigen Abstand zu garantieren, dennoch ist es an einer Schule im Bezirk vorgekommen, dass ein Sesselkreis gebildet wurde“, sagt Bezirkshauptfrau Gerersdorfer. Die Folge: Die Lehrkraft war infiziert und die Kinder müssen nun zu Hause bleiben.