Infektionszahlen im Bezirk Amstetten bleiben hoch

2.816 Menschen sind im Bezirk derzeit mit dem Corona-Virus infiziert.

Erstellt am 17. November 2021 | 04:29
440_0008_8231790_ams46ams_impfstrasse_3sp.jpg
Impfzentrum in der Amstettner Pölzhalle (von links): Sabine Eigner, stellvertretender Impfkoordinator Leonhard Auinger, Ärztin Simone Kiesenhofer, Bürgermeister Christian Haberhauer, Impfkoordinator Linus Siebrecht und Marina Ehrentraut.
Foto: Gartler

2.817 infizierte Personen, 3.120 in Absonderung, weitere 6.945 Menschen als Kontaktpersonen. Die Corona-Lage im Bezirk bleibt nach wie vor dramatisch. Die Ansteckung passiert vor allem bei privaten sozialen Kontakten, aber auch bei Veranstaltungen. „Halt überall dort, wo sich Menschen treffen“, sagt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer.

Die Behörde ist im Grunde mit dem Contact-Tracing ausgelastet, alle anderen Bereiche fahren im Notbetrieb. „Lustig ist das für meine Mitarbeiter nicht und bei vielen Leuten stoßen sie noch dazu auf wenig Verständnis“, sagt die Behördenleiterin. Eine Abschwächung der Corona-Welle durch die Einführung der 2G-Regel sei frühestens in einigen Tagen zu erwarten. „Denn Maßnahmen, die gesetzt werden, schlagen ja dann erst etwa zwei Wochen später auf.“

Sorgen macht Gerersdorfer auch die Spaltung der Gesellschaft in Impfbefürworter und Impfgegner. „Das reicht bis in die Familien hinein und da geht es oft nicht mehr um konkrete Daten und Argumente, sondern das ist schon eher eine Glaubensfrage.“

Wer sich impfen lassen will, der hat im Impfzentrum des Landes in Amstetten die Möglichkeit dazu. Innerhalb von vier Tagen hat die Stadtgemeinde die dafür benötigte In-frastruktur für das neuerliche Impfzentrum auf die Beine gestellt. Da das Abtauen in der Eishalle zu lange gedauert hätte, ist das Impfzentrum diesmal in der Pölzhalle beheimatet. „Wir haben damit für ein bestmögliches Service für die Bürger gesorgt,“ erklärt Stadtchef Christian Haberhauer, der gleichzeitig auch das „tolle Miteinander“ der Hausärzte und des Impfzentrums im Kampf gegen die Pandemie betonte.

Betrieben wird das Impfzentrum - vorläufig bis Ende Februar 2022 - von Notruf 144 in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern wie Ärzte, Pflegekräften und administrativem Personal aus Amstetten. Seit Inbetriebnahme am vergangenen Mittwoch bis Montag dieser Woche wurden insgesamt 1.973 Impfwillige verzeichnet, die sich überwiegend den ersten oder den dritten Stich holten.

Insgesamt liegt die Quote der Voll-Immunisierten im Bezirk bei 60,87 Prozent. Spitzenreiter ist St. Valentin mit 68,19 Prozent. Schlusslicht ist Ybbsitz mit 51,44 Prozent.