Kundgebung gegen Impfpflicht in Aschbach

Erstellt am 19. Januar 2022 | 03:54
Lesezeit: 2 Min
Demo in Aschbach am Montagabend war friedlich. Ein Redner sprach allerdings von Impffaschismus.
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Rund 200 Teilnehmer fanden sich am Montagabend zu einer friedlichen Demonstration am Marktplatz in Aschbach ein.

Mit Spannung erwartet worden war der angekündigte Auftritt des Kabarettisten Walter Kammerhofer aus St. Peter. „Ich bin kein Neonazi, der radikalisiert ist“, sagte Kammerhofer zum Vorwurf im Vorfeld der Demo, er lasse sich von Rechtsradikalen einspannen. „Ich sage nur, ich habe Angst vor der Impfung, darf man das nicht sagen? Wir sind eine Million Österreicher, die die Impfung einfach nicht wollen“, erklärte der Kabarettist, dass diese nicht die Lösung sein könne.

Wesentlich radikalere Töne gab es an diesem Abend aber auch zu hören. Die Bundesregierung sei zu einem „Regime verkommen“, das den „Impffaschismus“ eingeführt habe. „Wenn ihr am Donnerstag diese Impfpflicht im Plenum verabschiedet, dann habt ihr euch von der Demokratie verabschiedet, wie wir sie kennen. Wir werden uns dagegen stemmen. Diese Herrschaften wie Bundeskanzler Nehammer und Gesundheitsminister Mückstein und andere Regierungsmitglieder gehören vor ein Tribunal Nürnberg 2. Sie werden die gerechte Strafe für ihr Handeln bekommen“, skandierte ein Sprecher der Demo. Aus Aschbach nahmen nur wenige Bürger teil, viele dürften aus OÖ und ganz NÖ gekommen sein.

Viel weniger friedlich war es am Mittwoch der Vorwoche in St. Peter zugegangen. Dort beschimpften Demonstranten die Polizei und beschädigten Streifenwagen mit Fußtritten. Für Aufregung sorgte auch ein Schriftzug, der auf das Schloss projiziert wurde und die Polizei mit Nazi-Schergen verglich. Der Verfassungsschutz ermittelt. Bei der Demo in Haag am Tag darauf wurde ein Streifenwagen der Polizei beschädigt. Wenig Anklang fand hingegen die Demo am Samstag in St. Valentin, wo lediglich ein schwaches Dutzend Demonstranten durch die Stadt marschierte.

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