Omikron ist im Bezirk Amstetten am Vormarsch

Erstellt am 04. Januar 2022 | 16:12
Lesezeit: 3 Min
Corona Coronavirus Symbolbild
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Foto: Bihlmayer Fotografie, Shutterstock.com
Noch ist die Zahl der Neuinfektionen überschaubar. Behörde rechnet aber mit starkem Anstieg nach Schulbeginn.
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Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer rechnet mit einer Omikron-Welle.
Foto: NÖN- Archiv

Die Zahl der Corona-Infektionen im Bezirk ist zwar über den Jahreswechsel leicht gesunken, aber das könnte nur die Ruhe vor dem Sturm sein. Die Behörde rechnet damit, dass durch die Omikron-Variante eine neue Welle bevorsteht. „Ich gehe davon aus, dass spätestens nächste Woche, wenn die Schüler wieder zurück in den Schulen sind und die Beschäftigten aus dem Urlaub zurückkommen, die Fälle sich mehren werden, zumal dann ja auch wieder viel mehr getestet wird“, sagt Bezirkshauptfrau Martina Gerersdorfer.

Die zuletzt gemeldeten Fälle im Bezirk waren bereits alle auf die Omikron-Variante zurückzuführen (27 sind es derzeit insgesamt). Sie dürfte also auch in der Region bald das Infektionsgeschehen dominieren. Mit Stand Montag gab es 417 infizierte Personen und 554 in Absonderung. Im Landesklinikum Amstetten gibt es derzeit zehn, im Landesklinikum Waidhofen fünf Corona-Patienten. Davon liegt jeweils einer auf der Intensivstation.

In den öffentlichen Einrichtungen bereitet man sich im Bezirk auf eine höhere Zahl von Ansteckungen bei den Mitarbeitern vor und setzt Maßnahmen, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. „In der Stadt Amstetten ist dort, wo Kontakt der Mitarbeiter unumgänglich ist, die Bildung fester Teams vorgesehen, um die Infektionsgefahr zu minimieren“, heißt es aus der Stadtamtsdirektion. Der Parteienverkehr werde im Ernstfall vorrangig wieder elektronisch und telefonisch abgewickelt. Wo es möglich ist, werden Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, wo nicht, sollen in den Büros Plexiglasscheiben für Abstand sorgen.

Sehr wichtig ist natürlich, dass auch in den nächsten Wochen die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Strom gesichert ist. „In Perioden mit hohem Infektionsgeschehen konzentrieren sich die Stadtwerke Amstetten daher auf die essenziellen Aufgabenbereiche. Wir profitieren da bereits von den Erfahrungen des ersten Lockdowns, als wir mit einem Minimum der Belegschaft die systemkritische In frastruktur erhalten konnten“, sagt Stadtwerke-Direktor Jürgen Hürner.

Innerbetrieblich sei seit Pandemiebeginn ohnehin stets höchste Vorsicht geboten, das Tragen der FFP2-Maske und die Einhaltung von Sicherheitsabständen seien für die Mitarbeiter Pflicht. „Aufgrund der Omikron-Variante werden wir die Homeoffice-Regelung innerhalb der Organisation wieder ausweiten und die Arbeitsprozesse der Montage-Teams ändern, um tägliche Kontakte untereinander zu vermeiden“, sagt Hürner.

Zudem werden bei den Stadtwerken die Notsysteme getestet: Bereits im Dezember wurde die gesamte technische Infrastruktur auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft – zum Beispiel mobile Notstromaggregate für die Brunnenanlagen, sollte es zu einem Stromausfall kommen. „Wir schulen auch die Mitarbeiter nochmals für den Ernstfall. Wir sind gut gerüstet“, versichert Hürner.

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