DAS ÜBUNGSSZENARIO

Erstellt am 02. August 2011 | 00:00
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SZENARIO ERPROBT / Militär, Feuerwehr und Rotes Kreuz übten im Rahmen des Tages der offenen Tür in der Ostarrichikaserne.
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Rotes Kreuz, Feuerwehr und Militär zeigten ein authentisches Szenario eines Terroranschlages.HUDLER
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VON HERIBERT HUDLER

AMSTETTEN / 4000 Besucher konnten sich kürzlich von der Schlagkraft der Einsatzorganisationen überzeugen. Hubschrauber, Panzer, Infanterie des Bundesheeres, ein Rettungsfahrzeug und ein Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Amstetten zeigten ein authentisches Szenario.

Wir haben am Freitag die Übung und eine allgemeine Sicherheitslage durchgesprochen. Wir waren der Meinung, dass so etwas nur im Osten, wie etwa im Iran oder Irak vorkommen kann. Um 16 Uhr desselben Tages wurden wir eines Besseren belehrt, sagt Feuerwehr-Landeskommandantstellvertreter Armin Blutsch in Bezug auf die tragischen Vorfälle in Norwegen. Wahnsinnige gibt es überall auf der Welt, sagte Stadtrat Ing. Anton Katzengruber. Der Stadtpolitiker sieht in der Zusammenarbeit ein wesentliches Instrumentarium, um dem Terrorismus entgegen zu wirken und ihn einzudämmen.

Seitens des Roten Kreuzes Amstetten betont deren Geschäftsleiter Andreas Teufel, dass das gemeinsame Üben der Einsatzkräfte mit dem Militär zum Standard in der Ausbildung gehören soll. Katastropheneinsätze haben es gezeigt und Antiterroreinsätze werden es beweisen, wie wichtig und sinnvoll es ist, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit und zum Schutz aller Beteiligten zu treffen, erklärte Teufel.

Seitens des Militärs in der Os-tarrichikaserne Amstetten stellt der stellvertretende Kasernenkommandant Major Rudolf Halbartschlager fest: Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte dient dem Schutz der Bevölkerung. Einzelanschläge sind in der Verantwortung der Polizei. Sollte die Situation eskalieren und sollten Anschläge sich häufen, wird ein Punkt erreicht sein, wo das Militär mit seiner Truppe eingreifen muss.

DAS ÜBUNGSSZENARIO

Auf Basis eines Szenarios der Terrorismusbekämpfung wurde die Zusammenarbeit von militärischen Kräften und zivilen Einsatzorganisationen wie Feuerwehr und Rettung zum Schutz der Bevölkerung nachgestellt. Dabei wurde eine Menschenrettung nach einem Bombenanschlag durch Extremisten simuliert. Nachdem die Einsatzkräfte beim Versuch zu helfen selbst unter Feuer genommen worden waren, kamen Infanteristen des Jägerbataillons 12 gemeinsam mit dem Kampfpanzer Leopard zum Einsatz.

Unterstützt wurden sie durch einen OH58 Hubschrauber. Dieses Bündnis griff die Terroristen an und sicherte danach das Umfeld. Daher konnte in weiterer Folge durch die Feuerwehr und das Rote Kreuz die Menschenrettung durchgeführt werden. Abschließend eskortierten die Panzer die zivilen Einsatzkräfte aus dem Anschlagsbereich.

Alle an dieser Aktion beteiligten Einsatzkräfte bestätigten die Notwendigkeit dieser engen Zusammenarbeit in künftigen Bedrohungsszenarien.

 

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