Amstettens Parkhäuser: Zufahrt nur noch für Pendler. Von Gemeinde seit Jahren gefordertes Kontrollsystem soll im Herbst endlich Realität werden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:55)
(Rechts) Vizebürgermeister Markus Brandstetter (ÖVP), auf dessen Arbeitsliste, die Einführung von Zufahrtskontrollen bei den Parkhäusern ganz oben steht, mit Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder (Grüne) beim Lokalaugenschein vom Parkdeck im Graben.
Stadtgemeinde, Stadtgemeinde

Die Diskussion um Dauerparker, die den Pendlern in den Park&Ride-Garagen in der Innenstadt dringend benötigte Abstellflächen wegnehmen, zieht sich seit Jahren dahin.

„Die rasche Einführung von Zufahrtskontrollen in den von Land, ÖBB und Stadt gemeinsam betriebenen Parkhäusern ist daher ein vielfacher Wunsch der Bürger und steht auf meiner Arbeitsliste ganz oben“, bestätigt daher auch ÖVP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter.

In der Park&Ride-Anlage in St. Valentin wurde in den letzten Monaten erfolgreich ein schrankenloses System mit Kennzeichenerkennung getestet (Näheres dazu siehe ganz unten).

Brandstetter will, dass dieses Modell möglichst schnell auch in Amstetten zum Einsatz gebracht wird und hat diese Forderung auch schon beim Land deponiert. „Ich danke Landesrat Ludwig Schleritzko für seine persönliche Unterstützung. Amstetten ist einer der ersten Kandidaten für die erweiterte Testphase“, berichtet Brandstetter.

Noch unklar ist, ob das neue System gleich in beiden Parkhäusern – im Graben und in der Eggersdorferstraße – zum Einsatz kommt oder vorerst nur in einem. Das hängt von den technischen Voraussetzungen und den Kosten ab, außerdem haben natürlich auch andere Gemeinden Bedarf angemeldet.

„Über den Sommer werden wir die vorbereitenden Gespräche führen, um all diese Fragen zu klären. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon im Herbst in die Umsetzungsphase kommen“, betont der ÖVP-Politiker.

Das Parkhaus Eggersdorferstraße wird künftig übrigens nur noch für ÖBB-Pendler reserviert sein. Im Gegenzug wandelt die Stadt den daran anschließenden Parkplatz (gegenüber dem ehemaligen Möbelhaus Schwaren-thorer) in eine gebührenfreie Kurzparkzone für die Arztpraxen, Lokale und Dienstleister um.

„Mir ist es wichtig, dass wir in der Diskussion rund um das Parken der Pendler die Innenstadt und die angrenzenden Nutzer nicht vergessen. Mütter mit Kleinkindern sollen bei einem Arztbesuch keine Irrwege gehen müssen, weil sie keinen Parkplatz in der Nähe finden. Es wird daher in Zukunft eine Mischung aus Kurzparkzone, Pendler- und Dauerparkplätzen in diesem Bereich geben“, betont Brandstetter.

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