FPÖ sorgt für Aufreger

Erstellt am 12. Jänner 2015 | 11:09
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Foto: NOEN, Archiv
Freiheitliche fordern die unkontrollierte Zuwanderung zu steuern. Für Stadtchefin Ursula Puchebner sind solche Aussagen Hetze und für VP-Chef Funke der falsche Weg.
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Weniger Zuwanderung – mehr Natur: Mit diesem Slogan sorgte die FPÖ für fragendes Stirnrunzeln bei manchem Amstettner.

„Grundstückspreise steigen, Müllberge wachsen“

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Gernot Huber von der FP will Ressourcen erhalten und deshalb die Zuwanderung steuern. Foto: Archiv
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Stadtparteiobmann Gernot Huber liefert nun die Erklärung. „Viele Amstettner leiden unter Verkehrslärm, Parkhäuser sind überfüllt, Grundstückspreise steigen, Müllberge wachsen“, diagnostiziert der FPÖ-Politiker.

Ursache dafür sei die unkontrollierte und unbeschränkte Zuwanderung, die die Gemeinde zwinge, immer neue Straßen, Parkplätze, Kraftwerke und Wohnhäuser etc. zu bauen.

Man könne die Ressourcen für die schon hier wohnenden Menschen nur erhalten, wenn man die unkontrollierte Zuwanderung steuere.

„Wieder einmal emotionalisieren und hetzen“

Für Bürgermeisterin Ursula Puchebner sind solche Aussagen nur Hetze gegen Migranten und ausländische Mitbürger. „Die Infrastruktur, die wir schaffen, ist für alle Bürger da und notwendig. Wir haben einen Ausländeranteil von etwa 12 Prozent – da gab es in den letzten Jahren auch keinen dramatischen Anstieg“, betont Puchebner.

Amstetten Bürgermeisterin Ursula Puchebner
Bürgermeisterin Ursula Puchebner ist empört über »Hetze« gegen Migranten. Foto: Archiv
Foto: NOEN, Archiv

Auch die Bevölkerungszahl sei mit rund 23.000 schon über einen längeren Zeitraum hinweg stabil. „Was die FPÖ da tut, das hilft niemandem. Wir haben wichtigere Probleme, an deren Lösung sich die Freiheitlichen beteiligen sollten. Ich finde es sehr schade, dass sie den Wahlkampf wieder einmal dazu nutzen zu emotionalisieren und zu hetzen“, so Puchebner.

ÖVP-Vizebürgermeister Dieter Funke räumt zwar ein, dass es im Miteinander von Einheimischen und Migranten etwas zu verbessern gibt: „Aber solche Plakate und Aussagen, sind da sicher der falsche Weg. Wir müssen schauen, dass wir in der Stadt keine Ghettos schaffen, sondern dass es eine Durchmischung der Bevölkerung gibt. Nur, wenn wir miteinander kommunizieren, wird Integration funktionieren.“

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