SPÖ Amstetten: Homeoffice für Stadt-Mitarbeiter

Sozialdemokraten orten Versäumnisse der Stadtregierung. ÖVP gesprächsbereit.

Erstellt am 24. November 2021 | 04:55
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SPÖ-Gesundeitsstadträtin Beate Hochstrasser fordert, die Teststraße wieder aufzumachen.
Foto: SPÖ

Erneut kritisiert die SPÖ, dass es im Amstettner Rathaus nicht möglich sei, Dienstnehmer im Lockdown zum Arbeiten nach Hause zu schicken. Sie fordert daher dringend, die Möglichkeit für Home-Office für Bedienstete am Gemeindeamt und in den ausgelagerten Betrieben zu schaffen. „Gerade angesichts der besorgniserregend hohen Anzahl an Corona-Fällen muss auf die Sicherheit unserer Dienstnehmer besonders geachtet werden. Und Home- Office ist da der beste Schutz“, sagt Vizebürgermeister Gerhard Riegler. Die SPÖ habe das schon im April 2020 eingefordert, doch vergeblich. „Seitdem hat sich der Bürgermeister nicht bewegt und keine entsprechenden Schritte gesetzt“, kritisiert Riegler.

SPÖ-Digitalisierungssprecher Andreas Kaßberger betont, dass einem Arbeiten im Home-Office aus technischer Sicht nichts im Weg stünde. „Man muss den Mitarbeitern nur endlich das nötige Vertrauen entgegenbringen, um ihnen die Arbeit im Home-Office zu ermöglichen.“

Für die SPÖ war es auch nicht richtig, die Teststraße in der Pölz-Halle aufzulassen. „Es hat mich sehr gewundert, dass Christian Haberhauer, ohne Rücksprache mit mir als Gesundheitsstadträtin, die Testmöglichkeiten in der Pölz-Halle beendet hat. Ich halte das für eine völlig falsche Maßnahme, ausgerechnet jetzt die Testmöglichkeiten zu verringern. Schließlich gilt an den Arbeitsplätzen noch die 3G-Regel, wo Antigen-Tests weiterhin akzeptiert werden“, sagt SPÖ-Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser. In der derzeitigen Situation brauche man dringend jede verfügbare Testmöglichkeit.

ÖVP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter wundert sich über die Vorwürfe der SPÖ. „Denn ich habe in der letzten Woche mit allen Fraktionen des Amstettner Gemeinderates gute Gespräche zu Covid-Maßnahmen geführt. Dabei hat Vizebürgermeister Riegler leider mit keinem Wort etwas über die Anliegen der SPÖ erwähnt. Ich werde mit SPÖ-Gemeinderatskollegen Andreas Kaßberger aber gerne einen Termin vereinbaren, um seine Vorschläge zu besprechen.“

Die Test- und Impfstraßen würden, so Brandstetter, in Abstimmung mit Notruf 144 organisiert. Die Stadt unterstütze, wo sie könne, und arbeite intensiv mit allen Beteiligten zusammen. „Ich kann SPÖ-Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser nur einladen, hier endlich gemeinsam mit uns aktiv zu werden, um für die Am-stettner die bestmögliche Lösung zu finden“, betont der Vizebürgermeister.