Erstellt am 09. Juni 2015, 06:16

von Daniela Führer

Der Lichtkünstler aus Haag. Begeisterung löste Hermann Schmidinger mit den Lichteffekten bei der Langen Nacht der Kirchen in Ernsthofen und Frankenfels aus. Seit Jugendtagen ist er vom Licht fasziniert.

Seit über 20 Jahren ist Hermann Schmidinger in der Licht- und Tonbranche tätig. Am vergangenen Mittwoch zeichnete er sich dafür beim Musical der Musikmittelschule Haag in der Mostviertelhalle verantwortlich. Foto: Schlemmer  |  NOEN, Daniela Schlemmer
Schon als Jugendlicher war Hermann Schmidinger von Lichteffekten besonders angetan. „Ich habe damals mit einem Scheibenwischermotor in meinem Teenagerauto der Marke Simca schon eine Lichtorgel installiert. Seitdem beschäftige ich mich immer wieder mit neuen Licht- und Showeffekten“, erklärt der Haager, der weit über die Region hinaus als Organisator mehrerer Steyr-Traktoren-Megaevents, wie die Weltrekordkolonne 2007 oder die Traktor-Wallfahrten 2014 und 2015, für seine Liebe zu den starken Maschinen bekannt ist.

Seit 1993 in der Licht- und Tonbranche aktiv

Doch ebenso leidenschaftlich, wie sein Herz für die Steyr-Traktoren schlägt, pocht es auch für die Lichtgestaltung und -effekte. Damit verdient er auch sein täglich Brot. Schmidinger ist selbstständiger Licht- und Tontechniker und arbeitet auch für den ORF.

„Ich bin seit 1993 in der Licht- und Tonbranche aktiv und beschäftige mich mit Bühnen-, Gebäude- und Raumbeleuchtungen. Mein Drang, immer etwas Neues zu bringen, führte mich dazu, selbst Lichteffekte zu bauen, die es vorher noch nicht gab“, erklärt er.

Beispielsweise erschuf er einst einen Lichteffekt, der an einer Wand entlang läuft und schließlich in einem Strich endete. „Wie man es heute mit einem Laser macht, habe ich damals bereits mit Halogen geschafft. Bis 6 Uhr habe ich daran gebaut, um halb 8 wurde dann montiert“, erinnert sich der Haager.

Zuletzt zwei Großprojekte gemeistert

Vorletztes Wochenende meisterte Schmidinger parallel gleich zwei Großprojekte. Bei der Langen Nacht der Kirchen begeisterte er die Besucher mit der Beleuchtung der Pfarrkirchen Ernsthofen und Frankenfels. „Je einen Lastwagen voll Equipment braucht es dafür“, sagt Hermann Schmidinger.

Ein ganzer Tag Arbeit steckt hinter den beeindruckenden Lichteffekten. Doch wenn er eine Kirche betritt, weiß er sofort, wie das Endergebnis aussieht, erklärt der Lichtkünstler. „Da brauche ich keine Ladeliste, das weiß ich einfach.“ Auch der Aufwand zählt für ihn nicht: „Das Gemälde muss für mich fertig sein, da ist mir egal, wie lange ich dafür brauche.“

Er kann bereits auf viele hochkarätige Engagements zurückblicken, so erledigte er im Menoritenkloster in Wels die gesamte Lichtgestaltung mit einer perfekten Lichtshow für eine Ausstellung oder sorgte bei der Veranstaltung „Triptycon“ in der Garstener Kirche für die malerische Ausleuchtung.