Starke Stimme für Gerechtigkeit. Die neue Produktion der Theatergruppe St. Stephan Amstetten „Romero“ hatte Premiere.

Von Wolfgang Kapf. Erstellt am 28. März 2017 (03:57)
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Johann Wahl versucht als Nuntius (l.) den von Josef Maderthaner gespielten Erzbischof Romero (r.) davon zu überzeugen, „dass ein Wegbleiben der Kirche bei politischen Konflikten eine Grundregel“ ist.
Wolfgang Kapf

Der 1977 zum Erzbischof von El Salvador gekürte Oscar Romero war ein unerschrockener Mann: Er prangerte in seinem Land die Verletzung von Menschenrechten, Ungerechtigkeiten der Gesellschaftsstruktur sowie die Verschleppung und Ermordung von Kritikern massiv an. Weder die Warnungen des um den Einfluss der Kirche bei der Regierung fürchtenden vatikanischen Botschafters, noch die Drohungen der Militärs schüchterten ihn ein.

Das Drama „Romero“ zeigt einige Szenen aus der letzten Lebensphase des Erzbischofs, der „Gewalt als Antwort auf Gewalt ablehnte“ und in einer Messe am 24.3.1980 mit dem Hinweis auf das fünfte Gebot („Du sollst nicht töten!“) die Soldaten aufrief, „dem Gewissen zu folgen und nicht dem Befehl zur Sünde“.

Das TheSaStA-Ensemble spielte am letzten Sonntag sehr berührend, wobei Josef Mader thaner den Erzbischof „zwischen vielen Fronten“ authentisch darstellte. Christian Dunkl feierte nicht nur ein gelungenes Regiedebut, sondern überzeugte auch in der Polizeichef-Rolle. Sein Sohn Maximilian brillierte als impulsiver Jungbauer Jose.

Weitere Vorstellungen: 29. März sowie 7., 8. und 9. April im Pfarrsaal St. Stephan jeweils um 19.30 Uhr und am 12. April im Pfarrsaal St. Marien um 19 Uhr. Karten: 07472/601-454.