Erfolgreicher Flugversuch in Leutzmannsdorf

Erstellt am 28. September 2022 | 04:43
Lesezeit: 2 Min
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Fluglehrer Peter Gantze pilotierte beim Forschungsprojekt das Flugzeug.
Foto: Führer
EU-Projekt für sicheren Flugverkehr machte in St. Georgen Halt. Im Blickpunkt: Zusammenspiel von Drohnen und Flugzeugen.
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Peter Gantze beim Start. Im Vordergrund eine der insgesamt drei eingesetzten Drohnen.
Foto: Führer

In Zukunft werden aller Voraussicht nach deutlich mehr Drohnen unterwegs sein. Diese könnten etwa verstärkt im medizinischen Bereich (Transport von Blutkonserven) oder für den Transport von Waren eingesetzt werden. Eine Herausforderung dabei: sicherer Drohnenverkehr, der sich mit dem Flugzeugverkehr „verträgt“.

Um daher Regularien und Technologien zur Vermeidung von Zusammenstößen zu entwickeln, wurde das EU-Projekt Gof 2.0 ins Leben gerufen. In der vergangenen Woche kam es in dessen Rahmen zu einem spannenden Versuch am Flugplatz LOLG in Leutzmannsdorf. Dieser wird übrigens von der Union Sportfliegergruppe Ybbs betreut.

Annäherung von Drohnen getestet

Durchgeführt wurde der Versuch von der Firma Frequentis. Über den in der österreichischen Flugszene bestens vernetzten Piloten Peter Gantze entstand der Kontakt zum Flugplatz in Leutzmannsdorf, wo man die passende Möglichkeit fand. Dabei kam es zu zwei Testflügen, bei denen die Annäherung von Drohnen an ein Flugzeug getestet wurde. Diese mussten selbstständig die Gefahr erkennen und Distanz wahren.

Der Versuch war ein Erfolg. „Wir haben von der EU größtes Lob erhalten, dass sie noch nie so eine exakte und tolle Vorbereitung hatten wie bei uns. Angefangen von der Infrastruktur bis zu den technischen Möglichkeiten und der Sauberkeit bis zur Betreuung der Teilnehmer. Da sind wir schon stolz darauf“, zog Peter Gantze – er ist auch Fluglehrer in Leutzmannsdorf – erfreut Bilanz. Alle im Verein hätten an dieser erfolgreichen Veranstaltung großen Anteil gehabt.

Vor Ort war neben 15 EU-Ländern übrigens auch das Bundesheer, das die Gelegenheit nützte und Geräte testete, die niedrigfliegende Geräte erkennen. „Auch das Bundesheer war begeistert und hat angekündigt, hier in Zukunft öfter Übungen abhalten zu wollen“, verrät Gantze.

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