Druckerei Queiser beantragt Sanierungsverfahren

Laut Mitteilung des KSV1870 ist die Druckerei Queiser GmbH in Amstetten insolvent und hat beim Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt.

Erstellt am 30. November 2021 | 14:27
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Insolvenz Symbolbild
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Foto: Zerbor, Shutterstock.com

Bei der Schuldnerin handelt es sich um einen Druckereibetrieb, der an den Standorten Amstetten, Wieselburg und Scheibbs geführt wird. Das Unternehmen hat sich auf Offset- und Digitaldruck spezialisiert. Als zweites Standbein war man zuletzt auch im Bereich der Werbetechnik tätig.

Die Passiva belaufen sich laut Schuldnerangaben auf rund 1,66 Millionen Euro. 119 Gläubiger und 15 Arbeitnehmer sind betroffen. 

Ursache für die Insolvenz war laut Angaben des Unternehmens der erhebliche Umsatzeinbruch aufgrund der Corona-Pandemie. Trotz bereits eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen konnte der nunmehr erforderliche Sanierungsschritt nicht verhindert werden.

Das Schuldnerunternehmen bietet den Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 30% zahlbar binnen  zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans an.

Die Finanzierung soll aus dem Fortbetrieb mit Hilfe weiterer Restrukturierungsmaßnamen gelingen. Laut Schuldnerangaben ist auch eine Zusammenlegung der Standorte geplant und soll der Fokus zukünftig insbesondere auf die Werbetechnik und den Digitaldruck gelegt werden.

Der noch zu bestellende Sanierungsverwalter wird in den nächsten Wochen zu prüfen haben, ob die Sanierungsbestrebungen tatsächlich aufrechterhalten werden können.

Laut dem Gläubigerschutzverband Creditreform wurde der Amstettner Rechtsanwalt Martin Brandstetter zum Insolvenzverwalter bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 11.1.2022 anmelden. Die Erste Gläubigerversammlung findet am 21.12.2021 statt, die Abstimmung über den Sanierungsplan am 22.2.2022.