Ehrenamt nicht geschmälert

Erstellt am 15. Jänner 2013 | 00:00
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Volksbefragung IV / Sozialistische Jugend spricht sich für Profiheer und das freiwillige soziale Jahr aus: „Dieses garantiert in Zukunft Sicherheit und Stabilität in Hilfsorganisationen.“
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BEZIRK AMSTETTEN / Die Junge Generation der SPÖ (JG) unterstützt die Modelle Profiheer und freiwilliges soziales Jahr - darauf macht sie landesweit aufmerksam. „Eine derart wichtige Entscheidung soll keine Bauchentscheidung sein, sondern auf möglichst umfassender objektiver Information beruhen“, brachte es Landesvorstandsmitglied Vanessa Vojnicsek auf den Punkt. In Amstetten wurde die Junge Generation von Nationalrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Bezirksgeschäftsführer Siegfried Köhsler unterstützt. „Wir möchten die Menschen von den Vorteilen des Profiheeres und des freiwilligen sozialen Jahres überzeugen. Nicht mit Angstmache, sondern mit Daten und Fakten, die belegen, dass in einer veränderten Welt auch veränderte Strategien in der Landesverteidigung anzuwenden sind“, so Königsberger-Ludwig „Die Anforderungen an das Bundesheer haben sich in den letzten Jahren geändert. Diese sind auch in der Sicherheitsdoktrin festgeschrieben und die Bundesheerreformkommission bestätigt, dass die Herausforderungen mit Profis besser zu bewältigen sind.“ Das Profiheer werde nach wie vor die Aufgaben in der Katastrophenhilfe erfüllen können, dafür sei in dem Modell von Minister Norbert Darabos vorgesorgt. Ohne die Verdienste der Zivildiener kleinreden zu wollen, ist die SPÖ-Politikerin überzeugt, dass auch die Freiwilligen künftig über das soziale Jahr hinaus in den Rettungs- und Behindertenorganisationen arbeiten werden: „Und ich glaube auch, dass dadurch das ehrenamtliche Engagement von rund drei Millionen Österreichern nicht geschmälert wird.“ Außerdem würden die Freiwilligen angemessen bezahlt. Verwundert ist die SPÖ-Bezirksvorsitzende, dass in der Wehrpflicht-Debatte vor allem Argumente wie „Erlernen der Solidarität, Verantwortung und Erleben von Kameradschaft“ angeführt werden. „Will man damit sagen, dass Frauen weniger solidarisch sind, weniger Verantwortung übernehmen, weniger Kameradschaft leben können und weniger ehrenamtlich tätig sind?“ Dies könne so nicht stimmen, da rund 40 Prozent aller Österreicherinnen ehrenamtlich tätig seien.

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