Blindenmarkt: Preis für die Schulwegpolizei

Erstellt am 03. Dezember 2022 | 06:14
Lesezeit: 2 Min
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Susanna Hauptmann (Radland Niederösterreich, links) und Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (rechts) übergaben den Preis an Magdalena Stocker, Günter Raffetseder und Gemeinderätin Martina Gaind.
Foto: Michael Kofler
Blindenmarkter Projekt von Radland Niederösterreich ausgezeichnet.
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Drei Jahre sind sie nun bereits unterwegs, die Schulwegpolizisten. Damals gegründet, um ab September Schülerinnen und Schüler sicher auf dem Weg zur Schule zu geleiten. Das Projekt ins Leben riefen damals ÖKB-Obmann Günter Raffetseder, Elternvereinsvertreterin Magdalena Stocker und Gemeinderätin Martina Gaind.

In der vergangenen Woche gab es für das Projekt eine besondere Auszeichnung des Landes. Bei der „Radland-Preisverleihung“ durch die Mobilitätsagentur „Radland Niederösterreich“ erhielten die Initiatoren einen Preis in der Kategorie „Bewusstseinsbildende Maßnahmen“. „Wir sind natürlich hocherfreut über das Danke des Landes Niederösterreich. Diese Anerkennung motiviert, wenn dieses Projekt gewürdigt wird“, schildert Günter Raffets- eder. Er koordiniert alle etwa 20 Schulwegpolizisten und kümmert sich bei Ausfällen um sofortigen Ersatz.

„Aus der Not eine Tugend gemacht“

Rückblickend erklärt er, dass man aus der Not eine Tugend gemacht hat. Wurde doch vor drei Jahren das Gemeindeamt abgerissen und dann neu errichtet. „Da war die Schülerüberquerung gesperrt und die Kinder mussten die Straße 150 Meter weiter unten queren. Daher kam von der Gemeinde die Anfrage, ob wir nicht einige Leute organisieren können, die Schulwegsicherungen durchführen können“, blickt der ÖKB-Obmann zurück. Die „Schulwegpolizisten“ waren geboren und erledigen nun, auch drei Jahre später, im ersten Schulmonat ihre verkehrssichernde Aufgabe. „Wir machen das im ersten Schulmonat, damit sich die Autofahrer und die Kinder wieder aneinander gewöhnen“, sagt Raffets-eder. Derzeit gebe es etwa 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich aus ÖKB, Alpen-, und Elternverein rekrutieren. Neben dem sicheren Schulweg hat das Projekt übrigens einen positiven Nebeneffekt. „Die Kinder lernen durch den Kontakt mit den Schulwegpolizisten wieder das Grüßen“, berichtet Raffetseder.

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