Erstellt am 31. August 2015, 11:47

von Christian Eplinger

Ein Lokalaugenschein in Traiskirchen. „inShot“ vor Ort: Daniel Schalhas aus Steinakirchen und Markus Wurzer aus Wieselburg-Land machten sich mit ihren Fotokameras auf nach Traiskirchen.

»Refugees Welcome? Ein Lokalaugenschein im Flüchtlingslager Traiskirchen«, betitelt sich der Bericht von Leslie Hanzl, Daniel Schalhas und Markus Wurzer, der via Facebook innerhalb von 24 Stunden über 25.000 Mal angeklickt wurde. Foto: www.inshot.at  |  NOEN, www.inShot.at
„Schandfleck von Österreich“ – so oder so ähnlich geistert Traiskirchen seit Wochen durch die Medien und Social Media Portale.

Daniel Schalhas aus Steinakirchen und Markus Wurzer aus Wieselburg-Land, die gemeinsam in Amstetten das Foto- und Filmstudio „inShot“ betreiben, machten sich mit Kollegin Leslie Hanzl aus Mödling auf, um sich selbst vor Ort ein Bild von den Zuständen in Traiskirchen zu machen.

Bericht geht unter die Haut

„Unser Ziel war es, in erster Linie mit Flüchtlingen, aber auch mit Anrainern und freiwilligen Helfern vor Ort über die schwierige Situation zu sprechen“, schildert Daniel Schalhas.

Auf der Homepage von „inShot“ haben sie unter dem Titel „Refugees Welcome?“ einen ausführlichen Bericht von diesem insgesamt sechsstündigen Lokalaugenschein veröffentlich (Bilder siehe Fotoserie unten), dessen Facebook-Verknüpfung innerhalb von nur 24 Stunden über 25.000 Mal angeklickt wurde ( www.inshot.at/traiskirchen ). Ein Bericht, der unter die Haut geht.

Ihr Resümee nach sechs Stunden Traiskirchen fällt ernüchternd aus.

„Die Menschen, die wir hier antreffen, sind von weit her geflüchtet und haben alles hinter sich gelassen – ihre Familie, ihre Freunde, ihr Zuhause, ihr Hab und Gut und nicht zuletzt ihre Heimat. All das um vor allem eines zu bekommen, das ihnen daheim nicht geboten werden kann, nämlich Sicherheit und Frieden! Für viele Österreicher erscheinen diese zwei Grundbedürfnisse vielleicht schon viel zu selbstverständlich, sodass sie die schwierige Situation dieser Menschen gar nicht nachvollziehen können“, ist Markus Wurzer betroffen.

Er fährt fort: „Die Situation der Flüchtlinge hat sich in den letzten Wochen dank des massiven Engagements von freiwilligen Helfern sehr gebessert. Durch die Abgabe von Zelten, Schlafsäcken, Unterlagsmatten, Matratzen, Polstern, Decken, Gewand, Hygieneartikeln und Kinderspielzeugen versuchen zahlreiche Österreicher, den Flüchtlingen ihr Leben ein wenig lebenswerter zu machen.Wo die Politik kläglich versagt beziehungsweise die Situaton mit Kalkül eskalieren lässt, muss es das Volk richten. Für alle, die auch helfen möchten: Bitte informiert euch aber entsprechend.“