Einigung erzielt. Aschbach / Kanalbau verursachte Risse in Häusern. Nun schloss betroffene Familie einen Generalvergleich mit der Gemeinde.

Von Hannes Hirtenlehner. Erstellt am 27. Mai 2014 (05:55)
NOEN, Rittmannsberger
Daniel Bierbaumer freut sich über die erzielte Einigung. Foto: Daniela Rittmannsberger
Nach vielen schlaflosen Nächten und Scherereien darf sich Daniel Bierbaumer nun freuen: Rund eineinhalb Jahre, nachdem Kanalbauarbeiten massive Risse in den Häusern der Familie Bierbaumer-Irnstorfer verursacht hatten, wurde nun eine Einigung über eine angemessene Entschädigung und Haftungsfragen mit dem Bauträger – der Gemeinde Aschbach – erzielt.

Ortschef bedauert die Schäden

„Vor allem der feinen Klinge unserer Rechtsanwältin Ulrike Kovacs ist es zu verdanken, das wir einen Kompromiss gefunden haben, bei dem sich alle Betroffenen in die Augen schauen können“, betonte Bierbaumer. Eines der beiden Häuser wurde mittlerweile bereits saniert. Die Arbeiten führte Bierbaumer teilweise in Eigenregie durch.

Auch Bürgermeister Franz Kirchweger freute sich über die Einigung. Er bedauert, dass es überhaupt zu Schäden gekommen ist: „Aber ich musste mich damals auf die Experten verlassen.“

„Das hätte schlimmer ausgehen können“

Insgesamt wurden im Dezember 2012 acht Häuser beschädigt. Noch einigte sich die Gemeinde nicht mit allen Besitzern. Ursache der Misere war der zu weiche Untergrund, wie ein Gutachten inzwischen ergeben hat: Bis in vier Meter Tiefe ist viel Torf vorhanden

Jedenfalls habe man vor Kurzem beim Hochwasser gesehen, wie wichtig der Kanalbau gewesen sei, betonte Kirchweger: „Das hätte schlimmer ausgehen können.“ Zur Fertigstellung des Kanals fehlt nun noch ein kleines Stück im Unteren Markt – hier prüft die Gemeinde mehrere Varianten.