Nachmittagsbetreuung auch in den Ferien

Stadt wird Personal für Nachmittagsbetreuung künftig selbst stellen. Mehrere Personen sind schon gefunden. Auch Angebot in den Ferien soll ausgeweitet werden.

Erstellt am 08. Mai 2018 | 04:41
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Zu viele Kinder sitzen in Gymnasien und sind dort überfordert. Ein Aufnahmeverfahren soll deshalb die Entscheidung zwischen Gymnasium und Neue Mittelschule erleichtern.
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Die Suche nach Freizeitpädagogen, die ab dem Schuljahr 2018/19 die Nachmittagsbetreuung in den Amstettner Schulen übernehmen, läuft auf Hochtouren. Derzeit hat die Stadt damit ja noch den Verein „Kinderland NÖ“ beauftragt, aber aufgrund einer Pensionierungswelle werden künftig nicht mehr genug arbeitssuchende Lehrer zur Verfügung sein.

„Wollen berufstätigen Eltern unter Arme greifen“

„Wir wollen nicht riskieren, plötzlich ohne Betreuer dazustehen, daher haben wir uns entschlossen, die Nachmittagsbetreuung künftig mit Eigenpersonal durchzuführen“, sagt Personalstadtrat Anton Katzengruber. Auf eine erste Ausschreibung hin haben sich knapp 30 Personen gemeldet. „Darunter sind etliche, mit denen es passt. Die Ausbildung können sie ja auch neben der Arbeit absolvieren“, sagt der Stadtrat.

Das Anstellungsausmaß beträgt 25 Stunden, die Arbeitszeit konzentriert sich natürlich auf den Nachmittag. „Seltsamerweise hatten wir auch Bewerber, die dann sagten, dass sie nachmittags nicht arbeiten können“, wundert sich Katzengruber.

16 Posten hat die Stadt zu besetzen. Es ist auch geplant mit den Freizeitpädagogen eine durchgehende Kinderbetreuung in den Sommerferien anzubieten, außerdem in der zweiten Weihnachtsferienwoche und in den Osterferien. „Damit wollen wir den berufstätigen Eltern unter die Arme greifen“, betont der Personalstadtrat.

Erste Dienstverhältnisse beginnen im Juli

Vier Freizeitpädagogen werden schon im Juli ihren Dienst antreten, eben um die Ferienbetreuung zu garantieren. Der Rest wird mit September angestellt. Es ist auch möglich, dass Stützkräfte, die in den Kindergärten nicht mehr benötigt werden, zur Nachmittagsbetreuung wechseln. „Wir wollen sie natürlich halten, zumal es sich in der Regel um erfahrene und auch schon etwas ältere Leute handelt“, sagt Katzengruber.

Wie viele Stützkräfte im Kindergarten benötigt werden, wisse man erst im September. Zusätzliche Kosten entstehen der Gemeinde durch die Anstellung der Freizeitpädagogen nicht. „Der finanzielle Aufwand ist für uns nicht höher als für das Personal, das wir vom Kinderland NÖ bereitgestellt bekommen haben“, sagt der Personalstadtrat.

Derzeit 13 Gruppen

In 13 Gruppen werden regelmäßig 277 Schülerinnen und Schüler betreut werden. Neun Gruppen gibt es in den Volksschulen Amstetten (200 Kinder), zwei in der Neuen Mittelschule Hausmening (35 Kinder) und zwei in der Volksschule Öhling (42 Kinder).