Amstettner Wirte: „Wir freuen uns auf unsere Gäste“. Trotz vor strenger Auflagen und Eintrittstests sehen die Gastronomen im Bezirk der Öffnung sehr positiv entgegen.

Von Otmar Gartler, Heribert Hudler, Katharina Kreisa und Josef Penzendorfer. Erstellt am 19. Mai 2021 (05:33)
Erwin Schoder und Mona Karan vom Gasthaus Karan in Wolfsbach freuen sich bereits auf die ersten Gäste.
Penz, Penz

Endlich wieder aufsperren: In freudiger Erwartung auf die Gäste, viele davon Stammgäste, ist man im Amstettner Stadtbrauhof.

„Aufgrund von Essen to go und unsres Lieferservices haben wir auch während der Pandemie kein Personal gekündigt. Ein Teil der Belegschaft war in Kurzarbeit. Das hat den Vorteil, dass wir jetzt mit unserem Stammpersonal durchstarten können. Das Personal – viele haben ja auch schon einen Impftermin – wird natürlich ständig getestet. Es bleibt aber ihnen überlassen, ob sie das mit einem Schnelltest vor Ort oder einem Antigentest in der Teststraße in der Pölz-Halle machen,“ betont Herbert Houska, der sich mit seiner Gattin und den Angestellten freut, dass es wieder losgeht. Reservieren kann man im Am stettner Traditionsgasthaus entweder telefonisch oder per Email.

Für Pfingstsonntag war man vor drei Tagen zu rund 30 Prozent ausgelastet. Der entsprechende Abstand zwischen den Tischen ist natürlich sowohl in der Gaststube als auch im Gastgarten gewährleistet. Wie es der Gesetzgeber verlange, werde der Gast kontrolliert, ob er getestet, geimpft oder genesen sei. Sollte jemand keinen Nachweis dabei haben, gebe es aber auch eine Testmöglichkeit mittels Schnelltest vor Ort.

Im Gasthaus Karan in Wolfsbach freut man sich auch auf den geregelten Tagesablauf und den Kontakt mit den Gästen, von denen viele auch als Freunde bezeichnet werden dürfen, wenngleich Stammtische im herkömmlichen Sinn derzeit ja leider noch nicht möglich sind. Im Gastgarten wartet bei Schönwetter ein erweitertes Sitzplatzangebot, wofür auch schon Reservierungen vorgenommen worden sind.

„Wir kennen unsere Gäste großteils persönlich, von vielen wissen wir auch, dass sie bereits geimpft sind. Es liegt ja vor allem in der Eigenverantwortung, nur getestet/geimpft/genesen die Lokalität zu betreten, wenngleich in Ausnahmefällen auch die Testung vor Ort angeboten wird, wofür aber kein zusätzliches Personal vorgesehen ist“, sieht Mona Karan trotzdem positiv in die Zukunft. Freilich wird im Zweifelsfall auch der „Corona-Status“ vorzuweisen sein.

Die im Eingangsbereich angebrachten Hinweisschilder verlangen ohnehin eine der Zutrittsberechtigungen. Die Personalsituation ist unverändert, aufgrund der fehlenden Feierlichkeiten bleiben Mitarbeiter vorerst in Kurzarbeit. Die Lager sind jedenfalls bestens gefüllt, nachdem ausschließlich regionale Waren-Zulieferer dafür sorgen. Wünschenswert wäre laut Mona Karan aber, dass es nach weiteren 14 Tagen zwecks Vorausbuchungen für Feste Klarheit und Planungssicherheit für den Sommer gibt.

Im Gasthaus-Restaurant Dorfschmiede in Ludwigsdorf bot man im Lockdown Speisen zum Abholen und auch das Wiaz’haus im Glas, daneben wurde die Zeit aber für die Neugestaltung der Schmiede genutzt – Stube und Toiletten wurden saniert. „Wir konnten unser Team vollständig halten und sind voll motiviert, wieder durchstarten zu können. Wir freuen uns darauf, trotz der vielen Auflagen und Gesetze, bald wieder viele unserer Gäste bewirten zu können“, sagt Wolfgang Bruckner.

In Berndl’s Landgasthaus in Krenstetten erwartet die Gäste ein neu gestalteter Innenhof. Zwei große beheizbare Schirme wurden aufgestellt, damit sie auch an kühleren Abenden im Freien sitzen können. Auch der Schankbereich wurde neu überdacht und bietet großzügige Stehflächen. „Das Projekt konnte in drei Monaten bewerkstelligt werden. Wir sind startklar“, sagt Herbert Berndl.

Wer nicht getestet, geimpft oder genesen ist, kann sich vor Ort kostenlos im Gasthaus testen lassen. Die Kontrolle wird vom Servicepersonal durchgeführt. Der Mindestabstand von zwei Metern im Innenbereich stellt eine Herausforderung dar. „Wir werden die Richtlinien einhalten, sind aber nicht über alle glücklich. Dennoch freuen wir uns sehr, den Betrieb nach sechseinhalb Monaten endlich wieder öffnen zu dürfen“, sagt der Gastronom.

Die Stammtische haben sich schon angemeldet. Bei der Vorgabe von maximal vier Personen aus zwei Haushalten auf einem Tisch sind sie vorerst schwer unterzubringen. „Es wird eine große Herausforderung den Gästen alle Vorgaben verständlich zu machen. Hoffentlich hebt die Politik diese Verordnungen Ende Mai auf“, sagt Berndl.

Größere Gruppen zu bewirten ist derzeit nicht möglich. „Einige Feste sind bereits gebucht. Die meisten für Juni geplanten Veranstaltungen werden aber in den Juli und August verschoben. Da gehen uns wieder vier Wochenenden ab“, bedauert der Gastwirt.

Für den Start sei man aber gut aufgestellt, ab Juni werde man wohl mehr Personal brauchen. Reservierungen können telefonisch gemacht werden oder per E-Mail. Bei einer E-Mail wird eine Vorlaufzeit von 24 Stunden benötigt.

Umfrage beendet

  • Gastro-Öffnung: Wart ihr schon beim Wirt?