Energie ist Top-Thema

Erstellt am 07. Mai 2013 | 00:00
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Modellregionen / Bezirk Amstetten will weg von fossilen Brennträgern. Den Gemeinden
und ihren Bürgern wird auf diesem Weg tatkräftig unter die Arme gegriffen.
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Von Hermann Knapp

BEZIRK AMSTETTEN / Gleich in zwei Energiemodellregionen ist der Bezirk Amstetten aufgrund seiner Größe und Bevölkerungsdichte geteilt worden: Nord und Süd.

Die Ziele, die verfolgt werden, sind allerdings die gleichen und die Zusammenarbeit ist eng: „Es soll keine Abhängigkeit mehr von teuren Erdölimporten und keine Angst mehr vor Gaskrisen geben - stattdessen saubere Energiegewinnung aus Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie aus der Region. Es geht darum die vorhandenen regionalen Ressourcen sinnvoll und nachhaltig für die Energieversorgung zu nutzen, die Energieeffizienz zu steigern und natürlich auch, wo es möglich ist, Energie zu sparen“, berichtet Umweltverbandsobmann Anton Kasser.

Energietag in jeder 

Die zwei Modellregionsmanager Alois Schelch im Norden und Lucia Dragovits im Süden haben die Arbeit bereits aufgenommen. Unterstützt werden sie dabei natürlich auch von der neuen Energie- und Umweltagentur (eNu). Ihre Ansprechpartner sind vor allem die Gemeinden: „In jeder Kommune soll es künftig einen Energiebeauftragten als direkten Ansprechpartner für die Bürger geben“, sagt Kasser. Und die Modellregion wird auch jeder Gemeinde einen „Energie-Tag“ anbieten mit Erhebung der Ist-Situation: Wie viel Strom verbraucht etwa die Straßenbeleuchtung, wie sind die gemeindeeigenen Gebäude isoliert etc.

Die Energie-Experten werden vor Ort Entscheidungshilfe für künftige Maßnahmen geben und auch bei der Umsetzung von Energieprojekten helfen.

Für diese wird es über die Energie- und Umweltagentur auch entsprechende Bedarfszuweisungsmittel des Landes geben. Die Energiebeauftragten der Gemeinden bekommen auch Bildungsschecks, mit denen sie an Kursen teilnehmen können. Und die eNu wird in den Gemeinden eine Veranstaltung organisieren - zu einem gewünschten Thema: Althaussanierung, Energiesparen im Haushalt etc. Für die Bürger selbst sind auch spezielle Angebote geplant: etwa ein Komplett-Baukasten für die Planung und Errichtung einer PV-Anlage.

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