3e-Auszeichnung für Aschbach

Das Land Niederösterreich zeichnete Gemeinden für Aktivitäten am Sektor der Energieeffizienz aus.

Erstellt am 29. Oktober 2021 | 17:12
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e5-Aschbach-Markt (v.l.n.r.): e5-Teamleiter Johann Sturl und Vizebürgermeister Gottfried Bühringer (beide Aschbach), e5-Programmleiterin NÖ Monika Panek (eNu), Landeshauptfraustellvertreter Stephan Pernkopf, Bürgermeister Martin Schlöglhofer, Umweltgemeinderat Hermann Mayrhofer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Clemens Griessenberger, Christa Dorner und Michael Sturl (alle Aschbach) sowie Geschäftsführer Herbert Greisberger (eNu).
Foto: NLK Filzmair

Ein „e“ am Energiesektor ist für eine Gemeinde in etwa das, was für ein Gasthaus eine Haube ist. Die Gemeinde Aschbach, die sich heuer am e5-Landesprogramm, sozusagen der Champions League der energieeffizienten Gemeinden, beteiligt hat, wurde gleich mit drei „e“ ausgezeichnet.

Das kommt aber nicht von ungefähr, denn schon seit dem Jahr 2016 ist Aschbach durchgängig „Energie.Vorbild.Gemeinde“ – und kann zum Beispiel auf eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung mit Teilnachtabsenkung in der Nacht verweisen. „Wir haben aber auch das Freibad generalsaniert und heizen es ausschließlich mittels Solarabsorber“, berichtet Bürgermeister Martin Schlöglhofer.

Elektrisch unterwegs ist die Gemeinde Aschbach-Markt dank zweier E-Autos im Gemeindefuhrpark und einer E-Ladestation auch. „Wir bemühen uns auch um einen schonenden Umgang mit Bauland und mit einem attraktiven, neu gestalteten Ortskern mit kurzen Wegen und Grünräumen fördern wir die nachhaltigste Form der Mobilität – das Gehen“, sagt der Bürgermeister.

Zum ersten Audit erreicht Aschbach-Markt einen Umsetzungsgrad von 54,2 Prozent und damit eben drei „e“.

Nachhaltig produzierter Strom spielt große Rolle

Eine wichtige Rolle wird in den kommenden Jahren aus seiner Sicht nachhaltig produzierter Strom spielen - vor allem mittels Photovoltaikanlagen. Der Ortschef hat auf den Dächern seines landwirtschaftlichen Betriebes bereits Paneele mit einer Leistung von insgesamt 400 kW/p angebracht. „Eine Anlage mit 200 kW/p haben wir vor zwei Jahren in Betrieb genommen und damit schon über 200 Tonnen Co₂ eingespart. Das entspricht etwa dem, was 5.000 Bäume speichern oder den Emissionen eines Pkw auf einer Strecke von rund 800.000 Kilometern“, berichtet Schlöglhofer. Einen Teil der Energie verbraucht er selbst, den Großteil speist er um 7,7 Cent pro kw/h ins Netz ein. Zurückkaufen muss er sie allerdings um 20 Cent.

Schlöglhofer hofft daher auch auf die Energiegemeinschaften, die es ermöglichen sollen, Strom zum Beispiel direkt an Nachbarn zu verkaufen. Die Investition von rund 400.000 Euro soll sich im Laufe von etwa 13 Jahren amortisieren. Pro kW/p gibt es vom Land übrigens eine Förderung von 250 Euro.