Halteverbot vor Amstettner Schulen geplant. Stadt will Sicherheit der Kinder erhöhen. Gerade in der Schulstraße ist morgens und mittags die Situation unübersichtlich.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. März 2018 (05:25)
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Gerade in der Schulstraße kommt es immer wieder zu unübersichtlichen Situationen. Ein Halteverbot soll Abhilfe schaffen.
Kovacs

Immer wieder kommt es vor den Pflichtschulen in der Stadt zu brenzligen Situationen im Straßenverkehr: „In den letzten Wochen wurde die Lage daher vom Bauamt untersucht und es wurden auch Stellungnahmen der Direktoren eingeholt“, berichtet Verkehrsstadträtin Brigitte Kashofer (FP).

Im Verkehrsausschuss hat man in der Vorwoche drei konkrete Maßnahmen beschlossen, um die Sicherheit der Schüler zu verbessern.

  • Beim Schrankenparkplatz der Neuen Mittelschule ist das Ausfahren in die Fadingerstraße schwierig, wenn unmittelbar neben der Ausfahrt Autos parken. Um die Sicht zu verbessern, soll ein Blumentrog aufgestellt werden, der verhindert, dass dort jemand seinen Pkw abstellt. „Auf meinen Vorschlag wird außerdem die Anbringung eines Verkehrsspiegels geprüft“, berichtet Kashofer.
  • Chaos und Stau gibt es täglich auch bei der Volksschule Preinsbach, wenn Eltern ihre Kinder zur Schule bringen oder abholen. „Es wird auf beiden Straßenseiten geparkt und viele Kinder und sogar Erwachsene laufen zwischen den Autos über die Straße, statt den Zebrastreifen bei der Ampel zu benützen. Es grenzt an ein Wunder, dass da noch nichts passiert ist“, sagt Kashofer. Nun soll auf der Schulstraße im Bereich der Volksschule ein Halteverbot verordnet werden, das die Stadtpolizei auch kontrollieren wird. „Es gibt ja zu beiden Seiten der Preinsbacherstraße vor der Schule genügend Platz zum Parken. Künftig müssen die Eltern eben diesen nutzen“, betont die Verkehrsstadträtin.

Ausfahrt als Umkehrplatz

  • Gelöst werden soll auch ein Problem vor der Sonnenschule. Dort gibt es eine Zu- und Ausfahrt für Schülertransporte, die häufig von Autofahrern als Umkehrplatz genützt wird. Ein allgemeines Fahrverbot mit der Zusatztafel „ausgenommen Berechtigte“ soll dem einen Riegel vorschieben.

Die Fraktionen waren sich über diese Maßnahmen im Vekehrsausschuss einig. Kritik kommt von VP-Gemeinderat Markus Brandstetter aber daran, dass nicht die Situation vor allen Schulen untersucht wurde.

„Bei der Privatschule in der Kirchenstraße haben wir ebenfalls Probleme und auch im Bereich der Bundesschulen gäbe es bestimmt Verbesserungspotenzial. Da scheint die SPÖ aber zwischen jenen Schulen zu unterscheiden, die in der Verwaltungshoheit der Gemeinde liegen und den anderen. Die Sicherheit der Kinder sollte uns aber gleich wichtig sein.“

SP-Verkehrssprecher Bernhard Wagner weist die Kritik zurück. „Die Verantwortung liegt bei der Vorsitzenden des Verkehrsausschusses. Und die ÖVP kann ja im Ausschuss einen Antrag einbringen, auch die Situation vor den anderen Schulen zu untersuchen.“