Ermittlungen wegen angeblichen Mordkomplotts

Erstellt am 30. April 2015 | 11:41
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Polizei hat noch keine Anhaltspunkte
Foto: NOEN, APA
Ermittlungen wegen Anabolika-Handels haben im westlichen Niederösterreich zur Festnahme einer Fitnessstudio-Besitzerin wegen des Verdachts eines Mordkomplotts geführt
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Im Mostviertel soll ein Mordkomplott rund um eine Mutter und Fitnessstudio-Besitzerin aufgeflogen sein. Die Frau sei festgenommen und an die Justiz nach Krems überstellt worden.

Geplant habe sie das Komplott mit ihrem Mann, der eine Gefängnisstrafe absitze und von zwei Komplizen bzw. späteren Polizei-V-Männern "verpfiffen" und durch Aussagen beim Gerichtsverfahren "kräftig eingetunkt" worden sei.

Frau nach Telefonüberwachung festgenommen

Eigentlich sei die Verdächtige wegen möglicher Verbindungen zum organisierten Anabolika-Handel ins Visier genommen worden. Im Rahmen einer von Ermittlern bestätigten Telefonüberwachung sei der Satz "dass die beiden (gemeint sind laut einer Tageszeitung die Polizeispitzel) entfernt werden müssen".

Auch in der Gefängnispost zwischen den Eheleuten sollen verdächtige Formulierungen gefallen sein. Der Verteidiger der Frau weist die Vorwürfe entschieden zurück: "Meine Mandantin hat die Pläne ihres Mannes nie ernst genommen. Sie wollte nie einen Menschen töten und dachte, das Ganze sei ein Witz."

Update: Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten hat sich am Donnerstag zu dem angeblichen Mordkomplott bedeckt gehalten. Sprecherin Michaela Obenaus sagte auf Anfrage, sie könne das "weder bestätigen noch dementieren". Gleichzeitig verwies sie auf "laufende Ermittlungen".

Eine Telefonüberwachung wurde der APA bestätigt. Das mögliche Mordkomplott sehe man moderat, hieß es aus Ermittlerkreisen.

Geplant habe die Fitness-Lady das Komplott mit ihrem Mann, der eine Gefängnisstrafe absitze und von zwei Komplizen bzw. späteren Polizei-V-Männern "verpfiffen" und durch Aussagen beim Gerichtsverfahren "kräftig eingetunkt" worden sei.

Der Verteidiger der Verdächtigen weise die Vorwürfe zurück. "Meine Mandantin hat die Pläne ihres Mannes nie ernst genommen. Sie wollte nie einen Menschen töten und dachte, das Ganze sei ein Witz."
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