Auch St. Peter will raus aus Öl

Erstellt am 20. Juni 2022 | 06:00
Lesezeit: 3 Min
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Immer mehr Bürger suchen nach einer Alternative zu Öl und Gas, Fernwärme aus regionalen Hackschnitzeln würde sich da anbieten. Johann Krendl, Obmann der Fernwärmegenossenschaft, und Bürgermeister Johannes Heuras laden am 21. Juni zu einer Info-Veranstaltung ins Schloss.
Foto: Gemeinde
Gemeinde heizt ihre Gebäude schon mit Fernwärme, viele Hausbesitzer suchen nun auch Alternative mit erneuerbarer Energie.
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Bereits seit 15 Jahren werden alle öffentlichen Gebäude in St. Peter mit Fernwärme aus Hackschnitzeln heimischer Landwirte beheizt. Das Fernwärmewerk steht auf Seitenstettner Gemeindegebiet bei den Hörmannhallen, Betreiberin ist die Bioenergie NÖ.

„Wir sind sehr froh, dass wir diesen Schritt damals gemacht haben und unsere Gebäude umweltfreundlich mit Wärme versorgen“, sagt Bürgermeister Johannes Heuras. Nicht zuletzt durch die Teuerung am Energiesektor suchen jetzt auch viele private Haushalte nach Alternativen zu Ölheizungen.

Ein Umstieg auf Fernwärme käme ihnen da natürlich gelegen, allerdings muss sich die Verlegung neuer Rohre für den Betreiber auch rechnen. „Am besten ist es natürlich, wenn am Ende der Leitung ein großer Abnehmer steht, denn dann kann man auf dem Weg auch viele kleine versorgen. Derzeit ist das in St. Peter aber nur bedingt möglich“, sagt der Ortschef.

Die Gemeinde lädt nun alle interessierten Bürger und Bürgerinnen zu einer Informationsveranstaltung „Raus aus dem Öl“ ein, um zu sehen, wie hoch der Bedarf und das Interesse an Fernwärme tatsächlich sind. „Der Informationsabend wird am Dienstag, 21. Juni, um 19.30 Uhr im Schloss stattfinden. Dort werde ich einerseits seitens der Gemeinde informieren, wie wir im Energie-Bereich aufgestellt sind – nämlich sehr gut. Noch heuer werden wir auch in den Katastralgemeinden Kürnberg und St. Michael die letzten beiden Ölheizungen in öffentlichen Gebäuden umrüsten“, sagt der Ortschef.

Bei der Info-Veranstaltung wird aber auch ein Vertreter der niederösterreichischen Energieagentur (enu) anwesend sein, der berichtet, welche allgemeinen Möglichkeiten Privathaushalte für einen Ausstieg aus Öl oder Gas haben, und der auch über die Förderkulisse informiert. „Ebenfalls dabei sein werden auch der Obmann unserer örtlichen Genossenschaft von Landwirten, die das Fernwärmeheizwerk betreibt, und der Geschäftsführer der Bioenergie GmbH, über welche die Administration erfolgt“, sagt Heuras. Ziel der Veranstaltung ist es, die Bevölkerung zu informieren und sie mit den Energieanbietern zu vernetzen. „Ich hoffe, das sich daraus am Ende des Tages ein vernünftiges Projekt entwickelt“, sagt der Bürgermeister.

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