Bezirksbauernkammer Amstetten: ÖVP stellt Führungstrio. Obmann Josef Aigner verspricht vollen Einsatz für die Landwirte.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. Mai 2020 (04:24)
Das neu gewählte Führungstrio der Bezirksbauernkammer Amstetten: Obmann Josef Aigner (2. von rechts) und die Stellvertreter Claudia Marksteiner (3. von linsk) und Anton Pfaffeneder (rechts) mit LK-NÖ Präsident Johannes Schmuckenschlager (4. von links), Bezirksbäuerin Renate Haimberger und Kammersekretär Bernhard Ratzinger.
BBK/Nussbaummüller

Die Landwirtschaftskammerwahl wurde bereits am 1. März geschlagen, aufgrund der Coronakrise konnte die Eröffnungssitzung der Vollversammlung der Bezirksbauernkammer Amstetten aber erst am 19. Mai über die Bühne gehen. Im Turnsaal des Mostviertler Bildungshofes war ausreichend Platz, um den coronabedingten Abstand einzuhalten.

Das Führungstrio der Bauernkammer im Bezirk stellt erneut der NÖ Bauernbund. Obmann Josef Aigner aus Biberbach wurde wiedergewählt. Seine Stellvertreter sind Claudia Marksteiner aus Amstetten und Anton Pfaffeneder aus Haag. Landwirtschaftskammerpräsident Johannes Schmuckenschlager, der zur Sitzung nach Amstetten gekommen war, betonte die Wichtigkeit einer starken Interessensvertretung, auf die die Bauern sich verlassen könnten.

Der alte und neue Kammerobmann Josef Aigner betonte in seiner Ansprache, dass der Wählerauftrag klar laute „die Land- und Forstwirtschaft zu stärken und die Interessen der Bäuerinnen und Bauern zu bündeln.“ Aigner bewirtschaftet mit seiner Familie einen Milchviehbetrieb.

Aigner bat die Funktionäre auch in den nächsten fünf Jahren um ihren vollen Einsatz. Er sieht die Bezirksbauernkammer als Anlaufstelle, bei der die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern zusammenlaufen.

Das sieht auch Schmuckenschlager so. „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe und Verantwortung, unseren Bäuerinnen und Bauern den Rücken zu stärken, Perspektiven zu schaffen, dafür zu kämpfen, dass es klare Rahmenbedingungen für die Zukunft gibt und dort unter die Arme zu greifen, wo Unterstützung benötigt wird. Durch ein konstruktives Miteinander und den Zusammenhalt unseres bäuerlichen Netzwerks werden wir gut gewappnet die Herausforderungen der nächsten Jahre bewältigen können“, betonte der Landwirtschaftskammerpräsident.

Die Tierhaltung ist ein wesentliches Standbein für viele Betriebe im Bezirk Amstetten. „Eine zukunftsfähige Weiterentwicklung unter Beachtung wirtschaftlicher Erfolgsfaktoren, neuer Erkenntnisse zum Tierwohl und der Lebensqualität der Tierhalter ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen Kostenfairness, um die steigenden Erwartungen und Anforderungen erfüllen zu können“, sagt Aigner. Es sei wichtig, für alle Produktionssparten beständige und faire Rahmenbedingungen zu schaffen.

Das Bedürfnis der Konsumenten nach Regionalität und Versorgungssicherheit ist in der Coronakrise gestiegen. Das ist für Aigner Anlass, auf eine langjährige Forderung der Kammer hinzuweisen: „Die Lebensmittel-herkunft muss klar erkennbar sein – auch in der Gastronomie und im Handel. Nur eine lückenlose Kennzeichnung schafft Sicherheit und Mehrwert für die heimischen Bauern und Konsumenten.“