Projekt Feuerwehrhaus: Freiwillige packen an

Dank der Mitarbeit vieler freiwilliger Helfer ist das Projekt weit fortgeschritten. Die Florianis wollen noch heuer einziehen.

Erstellt am 31. August 2021 | 14:59
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Noch heuer will die Feuerwehr ins neue Haus einziehen. Außen ist es fast fertig, der Vorplatz samt Parkplätzen soll noch asphaltiert werden. Innen gibt es noch einiges zu tun, aber man ist gut im Zeitplan. Feuerwehrkommandant Dietmar Bierbaumer und Bürgermeister Josef Forster loben das Engagement der freiwilligen Helfer.
Foto: Knapp

Allein im letzten Monat haben die Ertler Florianis beim Bau des neuen Feuerwehrhauses 1.450 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Insgesamt kommen sie seit Beginn der Bauarbeiten im August 2020 auf 185 Arbeitstage. „Da waren, vor allem bei der Errichtung des Rohbaus, manchmal 15 bis 20 Leute zugleich im Einsatz. Es haben immer wieder auch Ertler geholfen, die nicht bei der Feuerwehr sind. Es gibt in unserer Gemeinde eben einen riesigen Zusammenhalt“, lobt Feuerwehrkommandant Dietmar Bierbaumer. Besonderen Dank spricht er den Frauen aus, die die freiwilligen Helfer kulinarisch versorgt haben.

Dank des großen Engagements ist der Bau schon weit fortgeschritten. Außen ist das Haus fast fertig, innen gibt es zwar noch einiges zu tun, aber das Ziel der Feuerwehr, heuer noch einzuziehen, scheint durchaus erreichbar.

Das neue Haus verfügt über drei Fahrzeugstellplätze und hat auch einen Schlauchturm. „Ob man den braucht oder nicht, da gehen die Meinungen auseinander. Ich bin aber davon überzeugt, dass Schläuche, wenn man sie nach Gebrauch aufhängt und trocknen lässt, einfach länger halten“, sagt der Feuerwehrkommandant.

Im neuen Gebäude sind auch schon eine Umkleide und ein WC für Feuerwehrfrauen vorhanden. Die gibt es in Ertl derzeit zwar noch nicht. „Aber ich bin sicher, dass das nur noch eine Frage der Zeit ist“, erklärt Bierbaumer.

Rund ums Haus sollte ursprünglich Rasen gesät werden, davon ist man aber wieder abgekommen. Stattdessen wird geschottert, damit können die Florianis dort bei Bedarf auch ihre Privatautos parken.

Die offizielle Eröffnung des Hauses soll im September nächsten Jahres im Rahmen des FF-Heurigen stattfinden.

Das passt auch für Bürgermeister Josef Forster gut, weil die Gemeinde im Jahr 2022 ihr hundertjähriges Bestehen feiert. Der Ortschef lobt den Einsatz der Feuerwehrleute, die alles tun, um ihren Teil zum Bau des Haues zu leisten. „Bei uns gibt es eine wirkliche Drittellösung. Die FF hat schon 110.000 Euro beigesteuert und bringt die weiteren rund 220.000 Euro mit ihren Eigenleistungen. Die restlichen zwei Drittel kommen von Gemeinde und Land“, berichtet Forster. Insgesamt kostet der Bau rund eine Million Euro.

Am 9. Oktober findet um 20 Uhr ein Benefizkonzert für den Bau des Feuerwehrhauses mit d‘Urltalern und Sogschoart‘n Böhmische statt. Zum Feuerwehrheurigen lädt die FF am 11. und 12. September ein.