Richtige Entscheidung in der Hitzeperiode. Trotz der Hitzeperiode kann Gemeinde ihre Haushalte problemlos versorgen – dank der Wasserlieferung aus Waidhofen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 04. September 2017 (13:14)
NOEN, privat
Bürgermeister Josef Forster ist froh, dass die Wasserversorgung Ertls nun gesichert ist.

Seit Anfang Juli fließt Wasser aus Waidhofen nach Ertl. Und der Hahn wurde gerade noch rechtzeitig aufgedreht: „Denn sonst hätten wir jetzt schon eine ähnliche Situation wie im Jahr 2015 und müssten ständig Wasser in den Hochbehälter füllen um alle Haushalte beliefern zu können“, sagt Bürgermeister Josef Forster.

Die Wasserversorgung der Gemeinde auf sichere Beine zu stellen, war ihm von Anfang an ein großes Anliegen – und der heiße Sommer im Jahr 2015 führte auch die Notwendigkeit, da Maßnahmen zu setzen, deutlich vor Augen. „Wir haben ja einen eigenen Brunnen im Grestner Wald, aber die Quelle spendet nicht genug Wasser, wenn wir eine längere Dürreperiode haben.“

Rund 100 Liter pro Sekunde beträgt der Verbrauch der Gemeinde derzeit. Die Quelle liefert derzeit nur noch 40 Liter, Tendenz eher noch fallend.

Die richtige Entscheidung...

Bürgermeister Erwin Forster fühlt sich in seinem Schritt, einen Wasserliefervertrag mit der Stadt Waidhofen zu schließen, nun voll und ganz bestätigt. „Es war die richtige Entscheidung und es war auch gut, dass wir das Projekt so schnell umgesetzt haben. Es wurde ja eine Versorgungsleitung zwischen Fischerschmied und Wieser Höhe gebaut und die Speicherkapazität des Hochbehälters Schatzöd erweitert.“ Im Juli wurden die Arbeiten abgeschlossen und seitdem fließt Waidhofner Wasser in die Ertler Leitungen. Rund 25.000 Kubikmeter wird die Kommune der Statutarstadt jährlich künftig abnehmen mit Tendenz nach oben. „Wir haben einen Rahmen von bis zu 40.000 Kubikmeter vereinbart, denn wir müssen ja auch daran denken, dass neue Siedlungen entstehen und die brauchen natürlich auch Wasser“, sagt Forster.

Die Ertler zahlen pro Kubikmeter derzeit 1,50 Euro. Ein durchaus noch moderater Preis, vor allem wenn man den Betrag mit den Kosten vergleicht, die die Anlieferung im Jahr 2015 kostete. Da kam jeder Kubikmeter auf rund fünf bis sechs Euro.