Ufersicherung bei neuem FF-Haus ist angelaufen. Gelände wird hochwassersicher. Im Sommer soll mit dem Bau des neuen Gebäudes gestartet werden. Die Ertler Florianis wollen rund 12.000 Arbeitsstunden leisten.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 21. März 2020 (05:47)

Die Vorarbeiten für die Errichtung des Feuerwehrhauses haben begonnen. Weil ein kleiner Teil des Grundstücks in der Roten Zone liegt (Hochwassergefahr) hat die Wildbachverbauung der Gemeinde die Auflage erteilt, das Ufer des Kohlenbachs mit einer Steinschlichtung abzusichern. „Es gab in diesem Bereich zwar noch nie eine Überflutung, aber natürlich wollen wir da auf Nummer sicher gehen. Das Ufer wird praktisch im gesamten Bereich des Feuerwehrhauses befestigt“, sagt Bürgermeister Josef Forster.

Mit dem Bau des neuen Gebäudes soll im Sommer gestartet werden. Die Kosten in Höhe von rund 950.000 Euro werden zwischen Feuerwehr, Gemeinde und Land gedrittelt. „Wir werden natürlich hauptsächlich Eigenleistung in das Projekt einbringen, geplant sind rund 12.000 freiwillige Arbeitsstunden“, sagt Feuerwehrkommandant Dietmar Bierbaumer. Den restlichen Geldbetrag will man unter anderem mit Spendenaktionen aufbringen. Ein geplantes Benefiz-Konzert der Urltaler Sängerrunde musste aufgrund des Coronavirus abgesagt werden, soll aber natürlich nachgeholt werden. „Das Schöne bei uns ist, dass wirklich alle Vereine zusammenhelfen und sich gegenseitig unterstützen“, sagt Bürgermeister Josef Forster.

Die Feuerwehr hofft, dass der Rohbau bis zum Herbst mit Dach und Fenster winterfest gemacht werden kann. Dann will man die kalten Monate nützen, um innen nötige Stemmarbeiten durchzuführen.

Einziehen wollen die Florianis, wenn alles gut geht, schon im Herbst 2021. Die Eröffnung wird 2022 stattfinden, denn da feiert die Gemeinde ihr Hundertjahr-Jubiläum. Der Bürgermeister hat auch schon ein Geburtstagsgeschenk für die Ertler im Auge. Auf der Wiese im Anschluss an das Feuerwehrhaus sollen etwa 20 neue Parkplätze entstehen, die auch von Eltern genutzt werden können, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen und natürlich von Friedhofsbesuchern.

Grabstein der Gattin des ersten Ortschefs

Bei den Grabarbeiten am Ufer des Kohlenbachs machte der Baggerfahrer übrigens eine besondere Entdeckung. Er förderte mit der Schaufel den Grabstein der Gattin des ersten Ertler Bürgermeisters Josef Schlag (1922 bis 1938) zutage.

Anna Schlag, Gastwirtsgattin und Bürgermeistergattin, starb am 24. Jänner 1935 im 52. Lebensjahr. Der Stein dürfte bei der Auflassung der Grabstätte aus dem Friedhof entfernt und irgendwann bei Arbeiten am Ufer des Kohlenbaches vergraben worden sein.

Die Gemeinde wird ihn nun an würdigerer Stätte aufbewahren.