Biberbacher half bei Blumen-Deko für Opernball. Der gebürtige Biberbacher Dominik Panstingl (37) half ehrenamtlich bei der Blumendekoration des Opernballes mit.

Von Peter Führer. Erstellt am 28. Februar 2020 (04:55)
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Dominik Panstingl half als Freiwilliger bei der Opernball-Blumendekoration mit.
privat

„Es war bombastisch. Als Florist muss man da einmal dabei gewesen sein“, erinnert sich Dominik Panstingl zurück. Er half als Freiwilliger dabei mit, dass der Blumenschmuck beim Opernball auch heuer wieder für Staunen und Begeisterung sorgte.

Wie es dazu kam? „Ich habe einfach per Mail beim Floristikunternehmen, das sich um die Blumendekoration kümmert gefragt, ob sie noch freiwillige Helfer brauchen. Die Antwort war ja, und daher bin ich am Freitag vor dem Opernball nach Salzburg gefahren. Dort ist das Unternehmen beheimatet“, schildert Panstingl. Bis Montag standen in der Mozartstadt vorbereitende Arbeiten auf dem Programm. Ehe es nach Wien und in die heiße Phase ging.

Am Dienstag startete der Aufbau. „Die Oper war wie ein Ameisenhaufen. Jeder Techniker, Tischler, die Floristen, einfach alle sind unterwegs. Ich habe mir das nicht vorstellen können, wie da 300 Mitarbeiter an einem Strang ziehen und dafür sorgen, dass alles bestens vorbereitet ist“, erinnert sich der 37-Jährige zurück.

350 Arrangements und 40.000 Blumen

Insgesamt 160 Logengestecke mussten fertiggestellt werden. Dabei gilt es, genaue Vorgaben einzuhalten. „Es ist genau festgelegt, wie viele Blumen in ein Gesteck kommen. Damit alles gleich aussieht und alle Logengestecke den gleichen Wert haben. Vor Ort in der Oper ein Gesteck machen zu dürfen: da geht einem das Floristenherz auf“, weiß Panstingl. Alles in allem sind es 40.000 Blumen oder 350 Arrangements, die beim Opernball „zum Einsatz kommen“ und von 30 Floristen – darunter fünf freiwilligen Helfern – in Szene gesetzt werden.

Spannend gestaltete sich dann auch der Abbau. So startete Panstingl – den Ball selbst verfolgte er vor dem Fernsehgerät – und seine Kollegen um 5 Uhr. „Um 5.45 waren immer noch Gäste in Ballroben da. Der Aufbau dauert zwei Tage, beim Abbau waren wir in drei Stunden fertig“, führt er aus. Da seien dann die Gestecke zumeist nur noch grün, weil viele Besucher Blumen als Andenken mitnehmen.