Der zweite Backstreich der Euratsfelder Ortsbäuerinnen. Nach dem Keksbuch-Verkaufshit präsentieren die Euratsfelder Bäuerinnen ihr Mehlspeisenbuch.

Von Daniela Führer. Erstellt am 03. Juli 2019 (06:22)
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Die Euratsfelder Ortsbäuerinnen präsentieren ihr neues Backbuch mit Stolz im Kreis einiger Ehrengäste (1. Reihe von links): Lucia Gstettenhofer, Andrea Stadlbauer, Gertrud Peham und Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger, (2. Reihe) Sylvia Mock, Roswitha Haunschmid, Bezirksbäuerin Leopoldine Hochmeister und Gebietsbäuerin Renate Haimberger sowie (3. Reihe) Susanne Prigl, Viola Stadlbauer (Grafik und Gestaltung), Sonja Schoder (Fotos), Helga Köbl und Bürgermeister Johann Weingartner.

Nach dem sagenhaften Erfolg des Rezeptbuches „Euratsfelder Weihnachtskekse“ mit insgesamt fünf Auflagen und mehreren tausend verkauften Büchern präsentierten die Euratsfelder Bäuerinnen am Samstag ihren nächsten Streich: das „Euratsfelder Bäuerinnen Backbuch“. Darin enthalten sind fast 180 Rezepte von Kuchen, Schnitten, Torten, Strudeln, Kipferln und mehr – von traditionellen Klassikern bis hin zu neuen, kreativen Rezepten.

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Alle Euratsfelderinnen, die ein Rezept für das neue Backbuch beigesteuert haben, wurden zur Präsentation eingeladen. Mit Spannung wurde die erste Präsentation des Buches verfolgt.

Die Idee für dieses zweite Buch entstand eigentlich schon 2011, nachdem die Erstauflage des Euratsfelder Kekserlbuches von 2.000 Stück binnen 14 Tagen ausverkauft war. „In der ersten Euphorie haben wir gleich die Idee gesponnen, auch ein Mehlspeisenbuch zu machen“, erinnert sich Andrea Stadlbauer, die ihr ganzes Herzblut in das Projekt gesteckt hat. Doch bis zur Umsetzung dieser Idee vergingen noch mehrere Jahre. „2016 haben wir dann so richtig mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen“, schildert die Ortsbäuerin.

Das Konzept folgt ganz dem Erstlingswerk: Frauen aus ganz Euratsfeld reichten ihre liebsten Mehlspeisen-Rezepte ein. Diese wurden gebacken, fotografiert und die Rezepte kompakt und verständlich zusammengefasst.

Kürzen erforderte viel Gehirnschmalz

Das klingt zunächst einfach, doch für die Realisierung brauchte es nicht nur viele erprobte Rezepte, sondern auch einiges an Gehirnschmalz. „Etliche Rezepte waren ein, zwei Seiten lang. Es war gar nicht leicht, diese so kompakt zusammenzukürzen, dass sie auf einer Seite mit Foto Platz haben und auch noch verständlich bleiben“, berichtete Stadlbauer.

Und auch alle Mehlspeisen zu bebildern, erforderte eine Menge Aufwand: „Wir haben zwei Veranstaltungen in Euratsfeld 2016 dafür genutzt, das Marktfest und das Fest der Landjugend. Im Vorfeld haben wir alle Frauen aufgerufen, uns ihre Rezepte und gebackenen Mehlspeisen dort hin zu bringen, damit wir sie auch gleich fotografieren konnten“, erzählt Stadlbauer weiter.

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So sieht es aus, das „Euratsfelder Bäuerinnen Backbuch“.

Und der Aufwand hat sich gelohnt. Das hat sich bereits bei der Präsentation im Pfarrgemeindezentrum gezeigt, wo es auch Kostproben aus dem neuen Backbuch gab. „Ich bin begeistert, was ihr zustande gebracht habt“, streute etwa Landesbäuerin Irene Neumann-Hartberger den Euratsfelder Bäuerinnen Rosen für ihr Werk. Und auch Bürgermeister Johann Weingartner, Gebietsbäuerin Renate Haimberger und Bezirksbäuerin Leopoldine Hochmeister fanden nur lobende Worte – auch dafür, dass die Erlöse aus dem Buch erneut karitativen Zwecken zugute kommen.