Weniger Unfälle: Reflektoren zum Schutz des Wildes. Entlang der Gafringstraße soll die Anzahl an Wildunfällen deutlich reduziert werden.

Von Peter Führer. Erstellt am 11. Oktober 2019 (03:53)
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Nach getaner Arbeit (von links): Ernst Hiesleitner (Straßenmeisterei Amstetten Süd), Bürgermeister Johann Weingartner, Martin Taschl (Straßenmeisterei Amstetten Süd), Jagdleiter Gustav Rülling sowie die Jäger Johann Teufl und Johann Mock.
Peter Führer

Aufgrund der hohen Anzahl an Wildunfällen entlang der Landesstraße L89 zwischen Euratsfeld und Senftenegg entschloss sich die Jägerschaft des Jagdgebietes Euratsfeld 3 – Gafring zur Teilnahme am Projekt Wild und Verkehr. Dieses Projekt wurde von der Universität für Bodenkultur in Zusammenarbeit mit der NÖ Landesregierung ins Leben gerufen. Als Maßnahme für mehr Sicherheit brachte die Jägerschaft in der Vorwoche gemeinsam mit der Straßenmeisterei 240 Stück Swareflex Blendlinsen an jedem Straßenpflock fachgerecht an.

„Die Blendlinsen funktionieren in der Nacht und sorgen dafür, dass die Anzahl der Wildunfälle um 50 Prozent zurückgeht“, erklärt Jagdleiter Gustav Rülling. Ein Drittel der Kosten werden von der NÖ Landesregierung getragen, der Rest bleibt der Jagd und eventuellen Sponsoren.

„Die Blendlinsen sorgen dafür, dass die Anzahl der Wildunfälle um 50 Prozent zurückgeht.“ Jagdleiter Gustav Rülling

Finanziell unterstützt wurde das Projekt unter anderem von der Gemeinde Euratsfeld. Sie hat sich bereit erklärt, 750 Euro der geschätzten Gesamtkosten von 2.500 Euro zu übernemen. „Wenn auch nur ein einziger Unfall verhindert werden kann, dann hilft das schon. Natürlich unterstützen wir als Gemeinde daher derartige Maßnahmen, die zu mehr Verkehrssicherheit führen“, betonte Bürgermeister Johann Weingartner.

Übrigens: im Vorjahr waren es 40 Rehe, die entlang der Gafringstraße von einem Unfall betroffen waren beziehungsweise zu Fallwild wurden. Diese Zahl sollte im kommenden Jahr deutlich zurückgehen.