Erstellt am 23. Juli 2015, 06:06

von Daniela Führer

Zwei Wohnungen für Flüchtlinge gefunden. Der Initiator von „Willkommen Mensch in Euratsfeld“ Anton Hiesleitner ist begeistert von der breiten Unterstützung.

Fertig zum Einzug ist die erste von zwei Wohnungen in Euratsfeld, die künftig für Flüchtlinge zum Zuhause werden. Am Bild in der Wohnung in der Hochkogelstraße (v.l.): Initiator von »Willkommen Mensch in Euratsfeld«, Anton Hiesleitner, und Bürgermeister Johann Weingartner.  |  NOEN, Schlemmer

Euphorisch und voller Tatendrang blickt der Initiator von „Willkommen Mensch in Euratsfeld“, Anton Hiesleitner, auf die kommenden Tage: „Nächste Woche sollen die ersten Flüchtlinge nach Euratsfeld kommen. Eine Wohnung steht schon fertig eingerichtet bereit. Auch eine zweite haben wir schon gefunden“, berichtet der Euratsfelder.

Mittlerweile helfen über 30 Personen mit

Im Juni wurde die erste Gründungssitzung der Initiative „Willkommen Mensch in Euratsfeld“ abgehalten. „Auf Anhieb waren 20 bis 25 Leute beisammen, die sich engagieren wollen“, blickt Hiesleitner zurück. Und die Euratsfelder, die sich für Flüchtlinge in ihrer Heimatgemeinde einsetzen wollen, sind bunt gemischt.

Leute von der Pfarrcaritas, dem Pfarrgemeinderat, dem Gemeinderat und auch viele Private schlossen sich der Initiative an. „Das finde ich auch so toll, dass wir das alle gemeinsam machen“, freut sich Hiesleitner. Mittlerweile sind es über 30 Personen, die mithelfen.

„Willkommen Mensch in Euratsfeld“ verfolgt das Ziel, Wohnungen für Flüchtlinge zu organisieren und bei der Er- und Einrichtung zu helfen, ihnen Starthilfe in Form von Sachspenden und praktischen Hilfestellungen zu geben, Ansprechpersonen zu sein, die Flüchtlinge bei der Integration zu unterstützen und sie einfach Willkommen zu heißen in Euratsfeld.

„Jeder hilft nach seinen Möglichkeiten“

„Wir hoffen jetzt, dass es gut anläuft und sobald die ersten Flüchtlinge da sind, betreuen wir sie. In unserem Team sind zum Beispiel auch Lehrer, die Sprachunterricht geben. Jeder hilft nach seinen Möglichkeiten“, erklärt Hiesleitner von der Pfarrcaritas Euratsfeld. „Vorrang hat die menschliche Begleitung. Besuche bei den Flüchtlingen und Gespräche über ihr persönliches Schicksal, ihre Sorgen und Probleme sind ganz wichtig“, sagt Anton Hiesleitner.

Das sehen auch die politischen Entscheidungsträger der Marktgemeinde so: „Wir stehen zu hundert Prozent hinter der Initiative“, erklärt Bürgermeister Johann Weingartner stellvertretend für den Gemeinderat. Mittlerweile haben sich auch schon ganz viele Private, aber auch Firmen, bei Hiesleitner gemeldet, die in Form von Sachspenden helfen. „Ganz vielen Menschen ist das viel wert“, freut er sich.

In Euratsfeld wurden auch schon in den vergangenen Jahrzehnten, zum Beispiel während der Bosnien-Krise, Flüchtlinge aufgenommen. „Das hat immer sehr gut funktioniert“, erinnern sich Hiesleitner und Weingartner.