Remise Amstetten: Ein Fest an verborgenem Ort. Die Remise Amstetten wird mit 30. September geschlossen. Daher wird dort ein Bahnhofsfest veranstaltet, bei dem es Informationen zum „Europan“-Projekt gibt.

Von Daniela Führer. Erstellt am 26. September 2016 (12:58)
Hier in diesem der Öffentlichkeit weitgehend unbekannten Terrain, im und um den Lokschuppen, laden die ÖBB mit Günther Sterlike (l., ÖBB Immobilienmanagement GmbH) und die Stadtgemeinde Amstetten mit Stadtbaudirektor Manfred Heigl (r.) am Samstag, 22. Oktober, von 10 bis 15 Uhr zum Bahnhofsfest ein.
NOEN, Daniela Führer

Das Jahrhundertprojekt „Europan“ am zehn Fußballfelder großen ÖBB-Areal rund um den Bahnhof nimmt Formen an. Dort soll ja ein neues Stadtviertel entstehen. ÖBB und Stadt präsentierten in der Vorwoche aktuelle Entwicklungen und Visionen rund um das Megaprojekt – und zwar an einem Ort, der erstmals und wohl auch das einzige Mal öffentlich zugänglich sein wird: bei der Remise am Bahnhof, die mit 30. September geschlossen und dann abgerissen wird.

Hier findet am Samstag, 22. Oktober, 10 bis 15 Uhr, ein Bahnhofsfest statt. Neben einem unterhaltsamen Rahmenprogramm (siehe unten) erhalten die Besucher bei Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen konkret Einblicke in die Themenbereiche Wohnen, Gesundheit und Wirtschaft, Forschung und Bildung, die beim „Europan“-Projekt im Mittelpunkt stehen.

„Beim Thema Wohnen wollen wir neue, urbane Wohnformen anbieten, Beispiele dafür sind etwa Generationswohnmodelle, bei denen Ältere und Jüngere miteinander leben, oder Wohnbaugruppenmodelle, die die Qualität des Einfamilienhauses vom Land in die Stadt bringen. Da werden Pool oder Sauna etwa gemeinschaftlich genutzt“, informiert Günter Sterlike (ÖBB Immobilienmanagement).

Primary Health Care: „Amstetten als Prototyp“

Im Bereich Gesundheit sieht der ÖBB-Manager eine mögliche Zukunft in Primary Health Care-Zentren (Anmerkung: Primärversorgungszentren in Form von Gruppenpraxen zur Entlastung der Ambulanzen im Spital). „Amstetten könnte hier ein Prototyp werden“, sagt Sterlike.

Und nicht zuletzt soll der neue Raum für Bildung offen stehen. „Es geistert der Begriff Fachhochschule herum. So eine in fünf Jahren hier zu errichten, ist eine Illusion“, stellt Stadtbaudirektor Manfred Heigl klar und ergänzt: „Aber Amstetten wäre auch ein optimaler Ort für andere Bildungseinrichtungen, wie Ausbildungsstätten für Facharbeiter oder Einrichtungen für Erwachsenenbildung.“

Doch ehe Baumaßnahmen erfolgen, werden noch zwei, drei Jahre vergehen, verdeutlicht Günther Sterlike: „Aktuell läuft das Flächenwidmungsverfahren.“ Nächstes Frühjahr wird mit dem Abriss der Gebäude am ÖBB-Grund begonnen. Danach muss der Boden untersucht werden, denn das Areal wurde im Krieg oft bombardiert und die Krater nicht immer mit unbedenklichem Material befüllt.

Das Programm:

Am Samstag, 22. Oktober, 10 bis 15 Uhr, findet das Bahnhofsfest in der Remise (Zugang vom Parkplatz beim Wasserturm) statt:

Es gibt Fachvorträge zum Thema Städtebau (Reinhard Seiß, Volkmar Pamer MA21) eine Podiumsdiskussion zu „gemeinschaftlichem Wohnen“, sowie Informationen über das Gesundheitssystem, die Wirtschaft und E-Mobilität.

Rahmenprogramm:

Themeninseln, Kinderbetreuung der Pfadfinder, Feuerwehrkran – Aussichtsplattform , Baustellenkran „zum Anfassen“, Schienenschneiden und -schweißen etc.