Alois Eberl: „Das Wichtigste war mir immer zu helfen“

Mit 91 Jahren ist Alois Eberl das älteste und mit 70 Jahren Zugehörigkeit das längst dienende Mitglied der Feuerwehr Ferschnitz.

Katharina Kreisa Erstellt am 26. September 2021 | 05:55
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Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Katzengruber überreicht Alois Eberl die Urkunde zur 70-jährigen Mitgliedschaft bei der Feuerwehr.
Foto: Zarl

Am 10. März 1951 ist Alois Eberl der Freiwilligen Feuerwehr beigetreten. Bei der Wallfahrt des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes in St. Valentin wurde ihm nun feierlich eine Urkunde verliehen. Anschließend wurde er zu Speis und Trank eingeladen.

„Ich wollte schon mit 18 Jahren ein Mitglied werden, das war aber damals nicht erlaubt. Kurz vor meinem 21. Lebensjahr war es dann soweit“, erinnert sich der Ferschnitzer zurück. Für ihn war es „das Wichtigste, helfen zu können und etwas für die Allgemeinheit zu tun.“ Natürlich habe er auch die Kameradschaft genossen. „Meine Frau hatte immer viel Freude, wenn die Sirene losging und ich gefahren bin“, schmunzelt Eberl.

An einen Einsatz erinnere er sich besonders gut. „Das Bauernhaus Dorninger in St. Georgen/Ybbsfeld ist abgebrannt. Es war ein großer Brand, da auch wir Ferschnitzer verständigt wurden. Damals herrschte auch ein schweres Unwetter“, berichtet der 91-jährige. Laut ihm habe sich die Technik bis heute um 200 Prozent verbessert. Damals seien die Einsätze nämlich mit einem umgebauten Lastwagen und einer Handpumpe verrichtet worden.

Alois Eberl war der Feuerwehr stets ein tatkräftiger Unterstützer. Er half bereits bei der Sanierung des ersten Feuerwehrhauses und scheute sich nicht davor, beim zweiten die Ausgrabungen für den Turm zu übernehmen. Beim Umzug in das dritte Haus 2015 habe er eine Jause vorbeigebracht. Für seine häufigen und treuen Dienste bei der Feuerwehr hat er das Verdienstzeichen Niederösterreich der dritten Klasse in Bronze und das Ehrenzeichen der Gemeinde in Gold erhalten. Eine weitere besondere Auszeichnung, die Eberl erhalten hat, ist die goldene Blutspendemedaille. Er war insgesamt 40 Mal Blutspenden und als ein Motorradfahrer einen schweren Unfall erlitt, hat er die doppelte Menge Blut gespendet. „Der Pfarrer teilte mir später mit, dass er durch meine Spende durchgekommen sei“, freut sich der 91-jährige.