Neue Liste tritt zur Gemeinderatswahl an. „Vielfalt für Ferschnitz“ will Vertrauen in Politik stärken. An der Spitze steht Ex-SPÖ-Mandatar Martin Robl.

Von Peter Führer. Erstellt am 06. Dezember 2019 (05:48)
Die Kandidaten von „Vielfalt für Ferschnitz“: Ulrike Stierschneider, Martin Robl und Christopher Fichtinger (vorne von links) sowie Jessica Fichtinger, Tobias Stierschneider, Bianca Frühwirt, Patrick Hochholzer, Christina Springinklee und Ingrid Schwarzenbacher (stehend von links). Die Liste hat übrigens eine Frauenquote von mehr als 50 Prozent.
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Überraschung in der Gemeindepolitik: Bei der Gemeinderatswahl im Jänner wird eine neue Liste antreten. Diese trägt den Namen „Vielfalt für Ferschnitz – Liste Robl“. Als Spitzenkandidat führt der langjährige SPÖ-Gemeinderat Martin Robl ein parteiunabhängiges Team ins Rennen. Er ist seit zehn Jahren Mandatar. „Unsere Liste besteht aus fähigen Leuten mit verschiedensten, eben ‚vielfältigen’ Hintergründen. Wir wollen zeigen, dass man für die Bürger gute Arbeit leisten kann, ohne dass man parteipolitisch tätig sein muss“, führt Robl aus. Als Ziel visiert man drei Mandate und damit einen Sitz im Gemeindevorstand an. Neun Kandidaten sind bereits fix, es könnte allerdings noch jemand dazustoßen. Für den endgültigen Wahlvorschlag hat man noch bis 18. Dezember Zeit.

„Zusammenarbeit statt Schmutzkübel“

Robl betont, dass ihm eine gute Zusammenarbeit mit allen Parteien wichtig sei. „Wir werden niemanden angreifen und brauchen keinen Schmutzkübel, sondern wollen unsere Ziele vermitteln.“ Die Idee, eine eigene Liste zu gründen, sei bei ihm in den vergangenen zwei Monaten gereift. Kandidatin Ingrid Schwarzenbacher betont, dass man für mehr Bürgernähe sorgen möchte. Etwa durch die Etablierung von regelmäßigen Bürgerstammtischen. Jüngster Kandidat ist Tobias Stierschneider. „Ich engagiere mich, da ich mithelfen möchte, das Vertrauen in die Politik wieder zu stärken. Dieses sinkt aufgrund vieler Skandale immer mehr.“

„Vielfalt für Ferschnitz“ wird in den nächsten Wochen noch weitere Informationen über ihre Inhalte in die Öffentlichkeit bringen. Werbegeschenke wird es allerdings nicht geben, wie Teammitglied Ärztin Ulrike Stierschneider verrät: „Wir haben ein Budget von 500 Euro und werden diese Mittel an Doris Pfaffeneder nach dem tragischen Todesfall in ihrer Familie spenden“, betont sie.