Euratsfelder Verein hat das Schöne im Fokus. Franz Raab erstellt für den Verein Schönes Euratsfeld eine geschichtenreiche Festschrift zum "50er".

Von Peter Führer. Erstellt am 12. Februar 2021 (05:37)
Franz Raab mit zwei seiner bisherigen Werke. Seine neueste Festschrift über den Verein Schönes Euratsfeld wird im Rahmen des Marktfestls im Juni der Öffentlichkeit präsentiert.
Führer

Seinen 50. Geburtstag feiert heuer der Verein Schönes Euratsfeld (VSE). Wie die NÖN bereits in der Vorwoche berichtete, soll das Jubiläum mit einem großen „Marktfestl’21“ von 25. bis 27. Juni gefeiert werden:

Dabei wird am Sonntag auch eine Festschrift präsentiert, die von Franz Raab produziert wird. „Es darf auf jeden Fall nicht eintönig oder eine reine Aufzählung von Zahlen und Ereignissen werden. Im Mittelpunkt sollen Geschichten stehen. Es gibt auch viele Bilder und das Design soll bunt und passend zum Verein Buntheit, Offenheit und Freude ausdrücken“, klärt Raab über das Konzept auf.

„Das Design soll bunt und passend zum Verein Buntheit, Offenheit und Freude ausdrücken.“ Franz Raab

Die intensiven Arbeiten laufen seit zwei Monaten, der Euratsfelder hat für sein Werk bereits mit zahlreichen Personen Kontakt aufgenommen. Gegliedert ist die Arbeit nach Jahrzehnten. Zu Wort kommen dabei auch die jeweiligen Obmänner oder – bei bereits verstorbenen Obleuten – Familienangehörige. Insgesamt hat Raab bereits zahreiche Gespräche geführt. „Nur so komme ich auch zu den Geschichten. Das Ganze soll ja kein Einheitsbrei werden. Da lege ich einen strengen Maßstab an“, verrät Raab.

Der VSE blickt auf eine spannende und abwechslungsreiche Vergangenheit zurück. „Früher hieß der Verein noch Fremdenverkehrsverein und war touristisch orientiert. Hauptsinn war die Verschönerung des Ortsbildes etwa durch Fassadenaktionen. Mit dieser Maßnahme, besonders im Ortskern, hat Franz Menk, Bürgermeister außer Dienst, das Gemeindeleben als Bürgermeister geprägt“, schildert Franz Raab.

Blick auf die Mühlen an der Zauch

Die Chronik wird aus zwei Teilen bestehen. Zum einen Teil der Überblick über den Fremdenverkehrsverein/später Verein Schönes Euratsfeld. „Hier dreht sich alles um das Schöne, das Saubere, den Blumenschmuck, für den Euratsfeld sechs Mal als Landesmeister ausgezeichnet wurde“, verrät Raab. Dieser Bereich wird auch größer ausfallen. Im anderen Teil beleuchtet Raab gemeinsam mit Johann Wagner die Mühlen an der Zauch. „Das ist ein wichtiges Naherholungsgebiet. Spannend ist, dass schon vor langer Zeit auch ein Mühlenwanderweg angedacht war“, berichtet der Euratsfelder von seinen Recherchen.

Die Leser dürfen sich noch auf viele interessante Geschichten freuen. Etwa, wie schon in den 1970er-Jahren für die Auslieferung von Blumenschmuck auf ein „Pensionisten-GPS“ zurückgegriffen wurde. Oder über die Reliquie bei der Kapelle in Waidahammer, die im Zusammenhang mit einer Epidemie im Jahr 1850 steht.

„Das Werk wird etwa 60 bis 80 Seiten stark werden. Ich habe auch für die Fußballer und für das PfarrGemeindeZentrum bereits Chroniken gemacht. Gerade jenes für das PGZ ist ein harmonisches Kunstwerk geworden. Vorbilder sind bei all diesen Werken nicht irgendwelche alte Chroniken. Ich will die Leute reden lassen“, sagt Raab.