Erstellt am 10. August 2015, 10:38

Spur zu Umweltsündern. Gewässeraufsicht der Bezirkshauptmannschaft untersucht aktuell eine weitere Probe. Es gibt Verdachtsmomente. Aus der Bevölkerung kam nach Aufruf wenig Rückmeldung.

Tausende Fische starben bei der heftigen Wasserverschmutzung. Die Gewässeraufsicht verfolgt nun eine konkrete Spur. Foto: privat  |  NOEN, privat

Vor gut zwei Wochen wurde die Url bei Winkling und Pilsing von Umweltsündern schwer verseucht. Tausende Fische aller Arten und Größen verendeten durch den Einlass von Schadstoffen in das Gewässer.

In der letzten NÖN-Ausgabe startete Alfred Umdasch, Fischereiberechtigter des betroffenen Url-Abschnittes, daher einen aufsehenerregenden Aufruf nach sachdienlichen Hinweisen zu den Tätern. 2.500 Euro Belohnung setzte er aus:



Daraufhin gab es zwar nur wenige Rückmeldungen aus der Bevölkerung, dennoch wird aktuell eine Spur verfolgt. Die Gewässeraufsicht der Bezirkshauptmannschaft ermittelt. „Es wurden Stoffe gefunden, die nicht in die Url gehören und es gibt Verdachtsmomente“, informiert Bezirkshauptmann Martina Gerersdorfer.

„Wir haben jetzt eine zusätzliche Probe gezogen. Unsere Technikerin arbeitet aktuell an der Auswertung der Proben.“ Die Behörde hofft, noch diese Woche zu Ergebnissen zu kommen. „Die Auswertung ist natürlich eine Sisyphusarbeit“, gibt Gerersdorfer zu bedenken.

Die Spur steht aber nicht in Zusammenhang mit den Hinweisen aus der Bevölkerung, erklärt Franz Kashofer, Umweltschutzbeauftrager und Leiter der Abteilung Chemistry & Environment der Firma Doka sowie der privaten Suchaktion. „Die gemeldeten Hinweise waren eher allgemein“, berichtet er.