Förderkaiser Moststraße

Erstellt am 24. Jänner 2012 | 00:00
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Web-Artikel 11765
Foto: NOEN
MAMMUTPROGRAMM / Region holte sich viel Geld von der EU und rüstet sich nun für die große Vierkanter-Ausstellung.
Werbung

Web-Artikel 11765
Zertifikat für die Genießerzimmer im Hotel-Restaurant „Zum grünen Baum“: Geschäftsführer Stefan Wallner, Stefanie Wallner, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer und Edeltraud Röcklinger von der Mostviertel Tourismus GmbH, Projektbetreuung Genießerzimmer. FUCHS
Foto: NOEN

VON HERMANN KNAPP

BEZIRK AMSTETTEN / Die Moststraße ist in der noch bis 2013 laufenden Leader-Periode der Fördergeld-Kaiser. Im Bereich Wirtschaft und Tourismus hat sie 1.642.778 Euro Subventionsmittel für Projekte in die Region geholt - mehr als die 17 anderen Leaderregionen. „Unser Motto ist, dass wir keinen Euro in Brüssel lassen wollen. Es können bis Mai 2013 noch immer Projekte eingereicht werden. Auch wenn es immer schwieriger wird, die Kofinanzierungsmittel von öffentlicher Hand und Betrieben zu erhalten, werden wir uns doch darum bemühen, noch so viele Ideen wie möglich umzusetzen“, sagt Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer.

Rechnet man Förderungen für die Landwirtschaft, für Güterwege, für Hochwasserprojekte etc. dazu, dann sind seit 2007 schon insgesamt rund sieben Millionen Euro in die Moststraße geflossen.

Besonders weist Hinterholzer auch auf die Chancen kleiner Unternehmen hin, Fördergelder zu lukrieren. „Beratungsleistungen für Kleinstunternehmen (für Marketing, Organisation, Finanzierung) im ländlichen Raum werden bis zu 75 Prozent subventioniert. Bei einem Projektvolumen von maximal 410.000 Euro beträgt das Fördervolumen also 307.500 Euro.“

20 Jahre Mostgalerie und  fünf Jahre MostbirnhausDer Moststraße stehen in diesem Jahr auch zwei Jubiläen ins Haus. Die Mostgalerie feiert mit einer großen Veranstaltung am 27. April ihr 20-jähriges Bestehen, das Mostbirnhaus zugleich seinen fünften Geburtstag.Der 27. April ist überhaupt ein bedeutsames Datum für die Region. Denn an diesem Tag werdden die Landeshauptmänner von NÖ und OÖ, Erwin Pröll und Josef Pühringer, in Seitenstetten auch den Startschuss für die große länderübergreifende Ausstellung „Leben im Vierkanter“ geben. Die zwei Standorte - das Stift Seitenstetten und der Summerauerhof in St. Florian - sind bereits bestens für die Schau gerüstet. Im Mittelpunkt stehen das Wirken der Mönche in der Region - das Stift feiert ja seinen 900. Geburtstag - und zugleich die prägende Hofform der Region: der Vierkanter.Rund um die große Ausstellung wird es eine Vielzahl von Begleitveranstaltungen geben - etwa 120 sind geplant.

Zufrieden ist Moststraßenobfrau Hinterholzer auch mit der Entwicklung der Nächtigungszahlen in der Region. Bis zum November des Vorjahres war ein Plus von 5,1 Prozent zu verzeichnen. „Und das obwohl wir eigentlich eine klassische Ausflugsdestination sind. Man merkt an der positiven Entwicklung, dass die Wirtschaft gut läuft, weil unsere Nächtigungszahlen stark vom Wirtschaftstourismus abhängen.“ Das Plus spreche aber durchaus auch für die Qualität der heimischen Betriebe.

Werbung