Erstellt am 11. Juni 2015, 06:31

„Gefühl des Heimkommens“. Obmann des Vereins Eisenstraße NÖ Andreas Hanger über den Sonntagberg.

Bei Nationalrat Andreas Hanger stellt sich eine »Art Glücksgefühl« ein, wenn er die Basilika sieht.  |  NOEN, Franz Weingartner (weinfranz.at)

Meine erste Bekanntschaft mit dem Sonntagberg machte ich nicht mit der Basilika, sondern mit dem Kirtag. Als kleiner Bub freute ich mich schon wochenlang auf diese Veranstaltung am Dreifaltigkeitssonntag. Endlich war es so weit, dann kam die große Enttäuschung. Eine extrem windige und kalte Wetterlage zerstörte alle meine Träume.

Der erste Eindruck war also nicht so gut. Dies änderte sich allerdings mit zunehmendem Alter.

Meine stärkste Wahrnehmung den Sonntagberg betreffend war dann während meiner beruflichen Tätigkeit, die mich oft 1.000 Kilometer von zu Hause wegführte, das Gefühl des „Heimkommens“. Nach vielen Kilometern monotoner Autobahnfahrt war ich oft schon sehr müde und ich sehnte mich nach zu Hause.

Wenn ich dann in Haag oder Amstetten von der Autobahn abfuhr, war das Erste, das ich bewusst sah, die Basilika am Sonntagberg, und innere Ruhe und Zufriedenheit, ja eine Art Glücksgefühl stellten sich ein.

"Begeistert von Mostviertler Musikantenwallfahrt"

Da diese Heimkunft meistens in die Nachtstunden fiel, sah ich in der beleuchteten Basilika beinahe den „Stern von Bethlehem“, der mich ans Ziel führen sollte. Die Basilika Sonntagberg ist für mich der Inbegriff der Heimat.

Heute komme ich natürlich öfter auf den Sonntagberg, vor allem, weil ich im Rahmen meiner Möglichkeiten die Initiative zur Revitalisierung des Sonntagberges unterstütze.

Sehr begeistert bin ich in letzter Zeit von der Mostviertler Musikantenwallfahrt, die von Alfred Luger und den Brüdern Berger organisiert wird. Besonders die erste Wallfahrt, an der ich teilnahm, beeindruckte mich sehr. Die Zahl der Pilgernden war eher gering, doch als ich in die Kirche kam, war sie bis zum letzten Platz voll. Hier wurde mir bewusst, welche Anziehungskraft diese Kirche hat.

Wenn ich heute in Kirchenbauwerke komme, finde ich sofort innere Ruhe und merke, dass hier besondere Kraftplätze sind. Am stärksten merke ich dies in der Basilika am Sonntagberg.
 

In der Serie „Mein Sonntagberg“ präsentiert die NÖN ganz persönliche Geschichten über den Wallfahrtsort. Wer seine Geschichte zum Sonntagberg ebenfalls in der NÖN erzählen möchte, kann sich unter redaktion.ybbstal@noen.at oder unter 07442/52202 melden.


Nächster Termin

Am Samstag, 20. Juni, findet die Veranstaltung „Feuer am Berg“ am Panoramahöhenweg statt. An 20 verschiedenen Stellen wird ein Sonnwendfeuer entzündet. Dazu gibt es bei den verschiedenen Stationen Schmankerl für die Besucher.