Erstellt am 20. Juni 2015, 06:21

Am Sonntagberg „Energie tanken und erholen“. Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer über ihre Beziehung zum Sonntagberg.

Für die Bürgermeisterin der Marktgemeinde Oed-Öhling relativieren sich die Probleme, wenn sie am Sonntagberg ankommt.  |  NOEN, Franz Weingartner

Ich glaube, dass jeder Mostviertler zum Wahrzeichen des Mostviertels, dem Sonntagberg, einen besonderen Bezug hat.

„Ort, an dem ich mich wieder selbst finden kann"

In meinem Fall waren es die ersten Kindheitsausflüge mit meinen Eltern und meinem Großvater, dem ehemaligen Abgeordneten zum Landtag, Michael Bachinger. In weiterer Folge waren es dann die Firmungen in der zu Pfingsten noch sehr kühlen Basilika, die mir in besonderer Erinnerung blieben. Ich selbst wurde nicht hier gefirmt, aber meine beiden Kinder.

Mittlerweile ist der Sonntagberg für mich ebenfalls der Ort, an dem ich mich wieder selbst finden, erholen und Energie auftanken kann. Wenn man dort ankommt und das beeindruckende Panorama betrachtet – im Norden das Flachland und über der Donau die Hochebenen des Mühl- und Waldviertels, im Süden der Blick ins Ybbstal bis zum Hauptkamm der nördlichen Kalkalpen – relativieren sich die Probleme.

Dieser Platz lässt mich wirklich demütig werden und erkennen, welches Glück wir haben, in diesem Land und speziell in dieser Region zu leben. Betrachten wir nur, welch schreckliche Dinge sonst in der weiten Welt geschehen. Da wird einem wieder bewusst, dass dieses schöne gepflegte Land unsere unmittelbare Heimat ausmacht, für die es sich einzusetzen und zu arbeiten lohnt.

Platz der Basilika ein „besonderer Kraftplatz"

Ich bin überzeugt, dass die Basilika nicht zufällig genau an diesem Platz steht. Jeder, der diese Kirche betritt, muss spüren, dass hier ein besonderer Kraftplatz ist, an dem Spiritualität spontan erlebbar wird, wenn er nur ein bisschen ein Sensorium dafür hat. Hier kann man erkennen, dass es über uns noch etwas geben muss, das viel größer und mächtiger ist.

In der Serie „Mein Sonntagberg“ präsentiert die NÖN ganz persönliche Geschichten über den Wallfahrtsort. Wer seine Geschichte zum Sonntagberg ebenfalls in der NÖN erzählen möchte, kann sich unter redaktion.ybbstal@noen.at oder unter 07442/52202 melden.


Nächste Termine

Am Samstag, 20. Juni, findet die Veranstaltung „Feuer am Berg“ am Panoramahöhenweg statt. An 20 verschiedenen Stellen wird ein Sonnwendfeuer entzündet. Dazu gibt es verschiedene Schmankerln für die Besucher.

Am Sonntag, 21. Juni, findet der Radio-Niederösterreich-Frühschoppen im Gasthaus Lagler von 10 bis 13 Uhr statt. Zu hören ist unter anderem die Sonntagberger Trachtenmusikkapelle und die DruckZupf&BlosMusi. Hannes Wolfsbauer führt durch das Programm.