Amstetten soll dank Bahnhofsquartier Vorreiter sein. Im Bahnhofsquartier sollen bis 2021 innovative Wohn-, Heizungs- und Mobilitätsformen entwickelt werden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 29. März 2018 (05:44)
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Projektpartner im Forschungsprojekt „Amstetten – SmartCityLife 2030 – Future Hub“. Günter Sterlike von den ÖBB und Amstettens Bürgermeisterin Ursula Puchebner.
Stadtgemeinde Amstetten

141.557 Euro genehmigte der Gemeinderat in der Vorwoche einstimmig als Beitrag zum Forschungsprojekt „Amstetten – SmartCityLife 2030 – Future Hub“. Im Bereich der Remise wird von Stadt und ÖBB eine Teilfläche dafür verwendet, gemeinsam mit Projektpartnern „Neues“ im Bereich Lernen & Arbeiten, Energieversorgung, strategischer Stadtplanung und Mobilität zu entwickeln und davon abgeleitet auch neue Wohnformen in enger Abstimmung mit künftigen Nutzern zu definieren und zu testen.

„Wollen Erkenntnisse auf die gesamte Stadt umlegen“

„Die Stadt hat die Zielsetzung, die Quartiersentwicklung für eine langfristige, nachhaltige Stadtentwicklung zu nutzen, kurz- und mittelfristig zukunftsorientierte Bildungsoptionen und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Wir wollen Bebauungs-, energetische, bautechnische, soziale und Gebäudestandards definieren“, sagt Bürgermeisterin Ursula Puchebner.

Die Stadtwerke werden sich an der Entwicklung innovativer Energiesysteme intensiv beteiligen. Es soll ein neuartiges Wärme- und Kälteversorgungssystem konzipiert und simuliert und auch auf seine Machbarkeit für das gesamte Quartier geprüft werden.

„All die Erkenntnisse, die da gewonnen werden, sollen aber natürlich nicht auf den Quartiersbereich beschränkt bleiben. Wir wollen sie auf die gesamte Stadt umlegen“, sagt Puchebner.

Deshalb wird es auch ein wissenschaftlich getragenes Monitoring geben, in dem die Ergebnisse aus den „Testbereichen“ kritisch hinterfragt und beleuchtet und daraus Strategien für die Stadtentwicklung über Amstetten hinaus entwickelt werden. „Damit übernehmen wir österreichweit, und in Teilbereichen europaweit, eine Vorreiterrolle und setzen wesentliche Schritte in Richtung „Smart City“, betont die Stadtchefin.