Unterstützung wegen Dürre gefordert: „Lage dramatisch“. Die FPÖ fordert Unterstützung für von Dürre und Borkenkäferbefall betroffene Landwirte. Unter anderem der Preisverfall bei Holz und Vieh sorge für massive Probleme.

Von Peter Führer. Erstellt am 04. September 2018 (05:19)
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Der Borkenkäfer sorgt dafür, dass vermehrt Schlägerungen durchgeführt werden müssen. Das bereite vielen Landwirten Probleme, betonen (von links) Christoph Reiter, Josef Prinz, FP-NÖ-Klubobmann Walter Rosenkranz, Landeskammerrat Karl Huber, Herbert Höllmüller, Rudolf Königshofer und Landeskammerrat Manfred Mitmasser
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„So ein Jahr wie heuer zeigt auf, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es Ernährungssouveränität gibt“, erklären FP-Landesparteiobmann Walter Rosenkranz und die Landeskammerräte Manfred Mitmasser und Karl Huber von der Freiheitlichen Bauernschaft.

Preisverfall beim Holz bereitet vielen massive Probleme

Die anhaltenden, schwierigen Witterungsverhältnisse haben viele heimische Landwirte vor Probleme gestellt. Auch der Borkenkäfer habe – verstärkt durch Hitze und Trockenheit – für große Schäden gesorgt. Dieser greife besonders Fichten an.

„Dadurch, dass vermehrt Schadholz geschlagen werden muss und wodurch ein Überangebot geschaffen wird, gibt es einen Preisverfall beim Holz, der vielen Bauern massive Probleme bereitet“, führt Rosenkranz aus. Diese Entwicklung würde es auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten geben. Der Wald habe aber eine wichtige Schutzfunktion, die im Interesse der gesamten Bevölkerung liege. Daher müsse die Politik eingreifen.

„Denkbar wären Förderprämien für das Mulchen, für Entrindungsmaßnahmen und dort wo bereits Schadholz abgeholzt werden musste, Förderungen für die Aufforstung eines Mischwaldes“, fordern Rosenkranz, Mittmasser und Karl Huber, FP-Gemeinderat in Wallsee. Man könne nicht zwei- bis dreihundert Jahre warten, bis sich wieder ein Urwald gebildet hat. „Es gibt auch eine Landwirtschaftskammer, die Beiträge einhebt und reagieren muss“, fordert Rosenkranz.

Bei Getreide kam man mit blauem Auge davon

Neben dem Borkenkäfer war es vor allem die Dürre, die den Bauern zusetzte. Man sei beim Getreide zwar gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen, aber bei den Futtermitteln für Vieh wäre die Lage dramatisch, betonen die Freiheitlichen Bauern.

Daher müssten zahlreiche Bauern – sofern überhaupt leistbar – teure Futtermittel zukaufen. Die FPÖ spricht sich daher dafür aus, dass der Zugang zu Leistungen aus der Dürreversicherung als Teil der Hagelversicherung für Landwirte mit Gebieten, die stärker von Trockenheit betroffen sind, erleichtert wird. Es habe auch vermehrt Notverkäufe gegeben, die den Preis drückten. „Auch der Exportmarkt ist mit der Lira-Entwertung in der Türkei und den Sanktionen gegen Russland schwierig“, so Rosenkranz.

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