Grüne: Schildbürgerstreich des Monats Juli.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 20. Juli 2018 (11:01)
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Amstetten Grüne: Schildbürgerstreich des Monats Juli
Helga Krismer und der Amstettner Stadtrat Dominic Hörlezeder vor der Familienberatung in Amstetten.
Hermann Knapp

Das Familienministerium hat das Budget der Frauenberatungsstellen um rund eine Million Euro gekürzt. Wie die NÖN schon Mitte Juni berichtete (siehe hier und unten), erhält die Amstettner Beratungsstelle heuer statt 100.000 nur noch 87.000 Euro, das ist ein Minus von 13 Prozent. Damit kann das Betreuungsangebot in der bisherigen Form natürlich nicht mehr aufrecht erhalten werden.

Die Grünen stößt sauer auf, dass sich die ÖVP Niederösterreich in dieser Causa nicht stärker für die Familien im Land einsetzt und sie erklären dieses Verhalten zum „Schildbürgerstreich des Monats Juli“.

„Wenn schon das Familienministerium kürzt, dann könnte das Land NÖ finanziell helfend einspringen. Die Landes-ÖVP hat sich im Wahlkampf besonders die Unterstützung der Familien auf die Fahnen geheftet. Jetzt wäre es Zeit, auch Taten zu setzen“, forderte die Klubobfrau der Grünen NÖ, Helga Krismer, am Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz in Amstetten.

Die Einsparungen durch den Bund würden eine Reduktion von Beratungsleistungen für die Familien nach sich ziehen. „Dabei bräuchten wir eigentlich eine Aufstockung des kostenfreien und anonymen Angebotes. Da wird auf dem Rücken derer gespart, die keine Lobby haben“, betonte Krismer. Die Grünpolitikerin sieht manche Beratungsstellen im Land sogar von der Schließung bedroht, zumindest aber von einem Personalabbau!“