Neuhofen: Feuerwehrleute „nehmen Aufgaben ernst“

Die Feuerwehr Neuhofen bereitet sich auf den Frühschoppen vor. Katastrophen erhöhen die Belastung der Feuerwehrmitglieder und den Ausrüstungsbedarf.

Erstellt am 15. August 2021 | 07:37
FF
Beim Vorbereiten für den Frühschoppen mit Fahrzeugsegnung: Kommandant Stellvertreter Andreas Klamert, Kommandant Leopold Gaizenauer und Oberverwalter Stefan Hausberger.
Foto: Hudler

Nach Corona-bedingter Pause findet am 15. August wieder ein Frühschoppen der Freiwilligen Feuerwehr Neuhofen statt. Die traditionelle Feldmesse beginnt um 9.30 Uhr im Feuerwehrhaus. Im Rahmen des Gottesdienstes wird auch die feierliche Segnung des 2019 neu angekauften Mannschaftstransportfahrzeuges nachgeholt.

Im Anschluss begleitet die Besucher die Trachtenmusikkapelle durch einen geselligen und gemütlichen Festtag. Der Reinerlös der Veranstaltung dient der Anschaffung von Geräten sowie Bekleidung für den Feuerwehreinsatz.

„Wir sind uns unserer Aufgabe und Verantwortung bewusst“

„Wir alle bei der Freiwilligen Feuerwehr versehen unseren Dienst freiwillig und unentgeltlich. Trotz dieser Freiwilligkeit nehmen wir unsere Aufgaben sehr ernst, und für viele ist der Dienst in der Feuerwehr um einiges mehr als nur ein Hobby. Wir sind uns unserer Aufgabe und Verantwortung bewusst“, sagt Kommandant Leopold Gaizenauer mit einem bitteren Beigeschmack. Denn das freiwillige Feuerwehrwesen ist sehr kostenintensiv. Die Förderungen seitens der Gemeinden, der Länder und des Bundes reichen nicht aus, um kostendeckend arbeiten zu können.

Die Aufgaben beschränken sich nicht nur auf das Bekämpfen und Löschen von Feuer, sondern viel mehr auf das Helfen bei Naturkatastrophen und vieles mehr. Aber gerade die Naturkatastrophen nehmen immer mehr zu und erfordern auch mehr Ausrüstung, um effizient helfen zu können. Daher ist das Anforderungsprofil der Feuerwehrmitglieder und des Materials um einiges höher geworden.

Das muss allerdings auch finanziert werden. „Wir sind auf die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Ein besonderer Schwerpunkt der Geldbeschaffung liegt aber auch bei den Veranstaltungen wie den Zeltfesten“, sagt Gaizenauer und betont, dass dabei sehr oft die ganze Familie der Feuerwehrmitglieder mithilft.

„Bald sind allerdings Zeltfeste nicht mehr möglich, da seitens der Bezirkshauptmannschaft bis 19. August keine Bewilligungen für spätere Zeltfeste mehr gegeben werden. Denn an diesem Tag entscheidet die Bundesregierung, welche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffen werden müssen“, sagt Amstettens Abschnittskommandant Stefan Schaub.

Von diesen Maßnahmen sind die Freiwilligen Feuerwehren von Greinsfurth und Euratsfeld betroffen. „Eines steht aber fest: Wenn der Alarmruf uns ereilt, wissen wir, dass irgendjemand unsere Hilfe benötigt, und das ist Grund genug für uns, nicht weiter zu fragen, ob wir gerade schlafen oder unsere Freizeit genießen wollen – wir haben eine Aufgabe zu erledigen“, sagt Neuhofens Kommandant-Stellvertreter Andreas Klamert zum Abschluss.