Abfallbilanz im Bezirk Amstetten: 635 Kilo Müll pro Kopf produziert

Erstellt am 30. März 2022 | 02:59
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8313950_ams13bez_abfall_statistik.jpg
Anton Kasser und Karl Huber suchen einen Namen für die digitale Abfallberaterin.
Foto: Knapp
Frühjahrsputzaktion läuft heuer wie vor der Pandemie. 3.300 Säcke ausgegeben.
Werbung

Rund 635 Kilogramm Müll hat jeder Bewohner des Bezirks im Jahr 2021 produziert. Das ist zwar etwas weniger als im ersten Pandemie-Jahr 2020, als die Quote auf 649 Kilo emporschnellte, aber deutlich mehr als vor der Pandemie.

Gestiegen ist im Vorjahr aber auch die Recyling-Quote von 72,1 auf 72,5 Prozent. 21 Prozent des Müllaufkommens entfallen auf Hausmüll, elf Prozent auf Strauchschnitt und ebenfalls elf Prozent auf Bauschutt. „Gerade da hat sich die Menge enorm vergrößert – um plus 8,1 Prozent“, sagt Anton Kasser, Obmann des Gemeindedienstleistungsverbandes (gda). Die größte Steigerung gab es aber bei Textilien mit einem Plus von 14,7 Prozent. Offenbar haben die Lockdowns viele Menschen zum Umbauen und „Ausmisten“ motiviert.

Angelaufen sind heuer wieder die Frühjahrsputzaktionen. „42 wurden im Bezirk gemeldet, insgesamt 31 Gemeinden beteiligen sich und da viele Schulen, Vereine, aber auch Familien“, sagt gda-Obmann-Stellvertreter Karl Huber. Der Verband stellt 3.300 Müllsäcke zur Verfügung, von denen leider die meisten gefüllt zurückkommen. Das bedeutet, dass noch immer viel Müll achtlos in der Landschaft entsorgt wird. Als Anreiz werden im Rahmen der Putzaktion auch wieder Picknickkörbe verlost.

Einen Wettbewerb startet der Verband in den Schulen. „Wir sind derzeit dabei, eine digitale Abfallberaterin zu installieren, die online Tipps und Infos über die Abfallwirtschaft im Bezirk gibt. Es fehlt uns aber noch ein geeigneter Name und daher bitten wir die Schüler der Pflichtschulen im Bezirk um Vorschläge“, sagt Kasser.

Abgabeschluss ist am 17. Mai. Es winken tolle Preise: ein Mostviertel-Rundflug, Kinogutscheine etc.

Infos: www.gda.gv.at

Werbung