Seitenstetten: Der Hofgarten erstrahlte. Viele Aussteller aus ganz Europa luden am Wochenende zum Lustwandeln und Einkaufen im zauberhaften Ambiente des Gartens ein, der vor 25 Jahren revitalisiert wurde.

Von Josef Penzendorfer. Erstellt am 16. Juni 2021 (05:33)

„Ein Ort, an dem man richtig durchatmen kann“ – so umschrieb Abt Petrus Pilsinger bei der Eröffnung der Gartentage am vergangenen Freitag die Bedeutung des Historischen Hofgartens. Meditation, Erholung, Muße und Besinnung, ja einfach Lebensfreude, biete dieses einmalige, kostbare Gartenjuwel, wenn nicht gerade Gartentage veranstaltet würden.

Gastronomie und Kunst im Garten

25 Gärtner und Floristen, 20 Aussteller mit Gartenkunst und Dekorativem, 15 Aussteller mit Garteneinrichtungen und Zubehör von ergonomischen Hängematten über Hochbeete bis Relax-Liegen, boten ihre Waren an. Dazu gab es viel Gastronomie, die unter anderem Seiten-stettner Erdäpfelbier anbot.

Der Hofgarten bot auch heuer das ideale Ambiente. 25 Jahre sind seit seiner Revitalisierung im Jahr 1996 vergangen. Abt Berthold Heigl hat damals gemeinsam mit Freunden, Gartenliebhabern und politisch Verantwortlichen seinen Traum umgesetzt und diese Oase für Leib und Seele im Sinne der benediktinischen Gastfreundschaft für alle frei zugänglich gemacht.

„Freunde des Hofgartens“  wollen Stiftgarten öffentlich nutzen

Nun „träumt“ der erst kürzlich gegründete Verein „Freunde des Hofgartens“ erneut und hofft, viele Mitglieder gewinnen zu können, die bereit sind, pro Tag 10 Cent – 36,50 Euro pro Jahr – für diesen privaten Garten des Stiftes aufzubringen, der öffentlich genutzt werden darf. Auch manuell und ideell kann man sich einbringen.

Altabt Berthold, der diese Initiative ins Leben gerufen hat, feierte erst kürzlich seinen 75. Geburtstag, er konnte aber krankheitsbedingt nicht an der Eröffnung teilnehmen. „Möge sich der Verein so gut entwickeln wie der Garten und zum Blühen kommen“, wünschte sich Abt Petrus. Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer lobte „dieses wunderbare Fleckchen Natur als Allgemeingut, das immer noch schöner wird.“

Kastenhofer: Garten ist kostenintensiv

Gartenleiter Stefan Kastenhofer verwies auf die vielen kostenintensiven Gartenarbeiten und die ständigen Umgestaltungen wie die Anlage eines Beerengartens oder auch das Beleben des „Zeitfeldes“, das als „Gelände für die Zukunft“ zum Nachdenken im Umgang mit der Natur anregen soll.

Die Jagdhornbläser umrahmten den Festakt mit Musik.